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Conditorei Cortés in Göttingen: Nachfolgerin gefunden

"Im Idealfall merken die Kunden gar nichts" Conditorei Cortés in Göttingen: Nachfolgerin gefunden

Eigentlich sollte im September Schluss sein, Magdalena Cortés wollte ihr Conditorei-Café aufgeben. Aus Altersgründen. Sie hatte bereits alles abgemeldet, von der Versicherung bis hin zum Mietvertrag. Dann kam plötzlich alles anders, eine Nachfolgerin ist gefunden. Es geht weiter.

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Neue und alte Inhaberin der Café-Conditorei: Rahel Winterstein und Magdalena Cortés (r.)

Quelle: Hartwig

Göttingen. „Zum neuen Jahr wechselt der Besitzer unseres Geschäftes“, sagt die 65-Jährige. Die 33-jährige Göttingerin Rahel Winterstein übernimmt den Betrieb. Winterstein will den Weg, den das Ehepaar Cortés seit dem Jahr 2000 an der Kurzen Geismarstraße geht, genau so weiter gehen. Seit 26 Jahren produziert  Manuel Cortés, der Konditormeister des Hauses,  handgefertigte Kekse, Kuchen, Quiche und andere kleine Köstlichkeiten – zuerst an der Theaterstraße.

Seine Frau Magdalena als Gesicht des Geschäftes bewirtet die Gäste, kümmert sich um Verkauf und Kunden.  Ab Beginn des Jahres sucht das Ehepaar Cortés einen Nachfolger, der ihr Lebenswerk in ihrem Sinne weiter führt. Ein Schild an der Tür, eine Meldung bei der Handwerkskammer und ein Bericht über die geplante Schließung im Tageblatt bringen zwar einige Interessenten nach Göttingen, der passende ist nicht dabei. Sowohl ein Konditor-Weltmeister als auch eine belgische Spedition sind dann doch nicht die geeignete Nachfolge. „Was immer die hier wollten“, sagt Cortés kopfschüttelnd. Sie beschließt, bis Ende das Jahres weiter zu machen.  Die Resonanz auf den Tageblatt-Bericht, so die Geschäftsfrau, habe sie sehr gerührt. „Die Kunden haben mich so bekniet, das war einfach unbeschreiblich“. Nach einem Urlaub im Frühling beschloss Cortés,  einen Versuch zu wagen.

Dieser letzte Versuch lohnt sich: „Wir haben den Aushang an der Tür gelesen“, sagt Winterstein. „Wir standen nachts davor, ich dachte gleich, das ist genau mein Ding“, sagt sie. Ihr Freund Johann Kruse unterstützt sie bei der  Entscheidung und künftig im Hintergrund. Im November ist klar, sie ist die passende Nachfolgerin. „Ich wollte schon immer meine eigene Chefin sein“, so die 33-Jährige. Drei Monate mindestens bleiben die Cortés‘ noch als Angestellte, um das neue Team einzuarbeiten. Eine Konditor ist bereits gefunden, eine zweiter wird gesucht. Denn es sind ja auch die Kreationen vom katalonischen Meister-Konditor, die die Kunden so schätzen. Und daran soll sich laut Winterstein nichts ändern. Auch die drei bisherigen Angestellten behalten ihre Arbeitsplatz. „Wir setzen auf die bewährte Qualität“, sagt Winterstein. Und: „Im Idealfall merken die Kunden gar nichts.“

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