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DHL-Mitarbeiter stehlen 1100 Postwertsendungen

Kriminalstatistik DHL-Mitarbeiter stehlen 1100 Postwertsendungen

Die Polizei hat am Freitag ihre Kriminalstatistik 2012 vorgestellt. Die Zahl der Diebstahlsdelikte ist darin um 1100 Taten dramatisch gestiegen. Ausschlaggebend dafür war ein einziger Ermittlungskomplex mit rund 1100 Opfern: Im DHL-Paketzentrum Lutterberg (Gemeinde Staufenberg) haben Mitarbeiter massenhaft Wertbriefsendungen gestohlen.

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Tatort einer riesigen Diebstahlserie: 1100 Postwertsendungen im DHL-Paketzentrum Lutterberg gestohlen.

Quelle: Hinzmann

Lutterberg/Göttingen. Einzelheiten zu den Taten wollen weder Polizei noch Staatsanwaltschaft nennen. Die Ermittlungen laufen noch. DHL – die Abkürzung steht für die Nachnamen der drei Gründer des Worldwide Express (Dalsey, Hillblom, Lynn) der Deutschen Post – betreibt in Lutterberg ein riesiges Logistikzentrum.

Schwerpunkte der Kriminalstatistik:

Das, so sagt Andreas Kühn, sei „nahezu sensationell“: Die Fälle, dass Polizisten bei häuslicher Gewalt helfend einschreiten mussten, sind im Bereich der Polizeiinspektion Göttingen 2012 erstmals stark zurückgegangen – um 25 Prozent. Ein Trend gegen den Landesschnitt, der sich in der Statistik der ganzen Polizeidirektion positiv bemerkbar macht.

Kühn muss es wissen. Der Polizeirat aus dem Landeskriminalamt war 2012 Chef der Göttinger Kriminalpolizei und präsentierte am Freitag als letzte Amtshandlung, ehe er nach Hannover zurückkehrt, die Kriminalstatistik 2012.  Auf den Erfolg des „Aktionsplans häusliche Gewalt“ ist er ebenso stolz wie sein Chef von der Polizeidirektion, Vizepräsident Bernd Wiesendorf. „Das Netzwerk funktioniert“, sagte Wiesendorf. Göttingen sei die einzige Behörde im Land, die hier rückläufige Zahlen meldet.

Aber könnte es nicht sein, dass bei Gewalt in Ehe und Partnerschaft nicht mehr so genau hingeschaut oder Streit von Nachbarn gleichgültiger hingenommen wird? Nein, glauben Wiesendorf und Kühn. Seit 2005 habe es Jahr für Jahr einen Anstieg bei den Fallzahlen gegeben – bis zuletzt 799 allein in Stadt und Landkreis Göttingen.  Die Sensibilität sei in dieser Zeit gewachsen, aber auch das Angebot an Hilfemaßnahmen. Und das wirke jetzt.

Auch ansonsten präsentierte die Polizeiinspektion Göttingen überwiegend positive Zahlen mit etwas weniger Körperverletzungen (1807), geringfügig weniger Autodiebstählen (104) und einer seit zehn Jahren stetig steigenden Aufklärungsquote (auf 62,72 Prozent).

Eigentumsdelikte freilich beeinflussten die Statistik negativ. Die Diebstahlserien der Asylbewerber aus Georgien im Grenzdurchgangslager Friedland (plus 134 Taten) und rund 1100 Wertpost-Diebstähle im DHL-Zentrum Lutterberg trieben die Diebstahlzahl auf 5424 (Vorjahr 4441) und auch die Gesamtzahl der Straftaten auf 21 897 (Vorjahr 20 178). 

Derzeit, so Kühn, habe sich die Lage in Friedland beruhigt. Noch immer sei aber nicht bewiesen, ob von organisierten Strukturen auszugehen ist.

Besonderes Sorgenkind sind auch in Stadt und Landkreis Göttingen die Wohnungseinbrüche , die von 290 auf 346 Taten anstiegen. 126 davon blieben im Versuch stecken.

Erneut beste Aufklärungsquote im Land

Von einem „hohen Sicherheitsniveau in der Region“ spricht Bernd Wiesendorf, Vizepräsident der Polizeidirektion Göttingen. Die ist zuständig von Hoya bis Hann. Münden und von der Weser bis Walkenried und fühlt sich verantwortlich für die Sicherheit von 1,26 Millionen Menschen in acht Landkreisen. Stolz präsentieren Wiesendorf und Kollegen nicht nur eine sinkende Zahl Straftaten in ihrem Zuständigkeitsbereich, sondern vor allem zum zweiten Mal die höchste Aufklärungsquote aller Direktionen in Niedersachsen.

63,1 Prozent aller Straftaten wurden im Direktionsbereich demnach aufgeklärt (Vorjahr 64,35). Das liegt deutlich über Landesdurchschnitt mit 60,99 Prozent. Die Anzahl aller Straftaten lag mit 80 156 in den vergangenen zehn Jahren, seit die Direktion besteht, noch nie so niedrig. 6360 Taten auf 100 000 Einwohner bedeuten den zweitbesten Häufigkeitswert im Land. Sämtliche Inspektionen und außer Rinteln alle Kommissariate liegen mit ihrer Quote über Landesschnitt.

Sorgen mache der Polizei im Direktionsgebiet wie überall im Land die zunehmende Zahl von Gewalttaten gegen Polizisten – ein Phänomen, über das übrigens auch Helfer wie Feuerwehr oder Rettungsdienste klagten. Dabei sei meist Alkohol im Spiel. In 68 Prozent der Fälle seien Widerstandshandlungen alkoholbedingt. 2012 wurden in 367 Fällen Polizisten Opfer von Straftaten.

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Weniger Straftaten und beste Aufklärungsquote

Die Polizei Göttingen hat ihre Kriminalstatistik für das vergangene Jahr veröffentlicht. "Sinkende Kriminalität und die höchste Aufklärungsquote in Niedersachsen belegen einen hohen Sicherheitsstandard. Unsere Sicherheitsarchitektur hält erfolgreich stand, das zeigen die ausgezeichneten Ergebnisse", sagte Bernd Wiesendorf, Vizepräsident der Polizeidirektion Göttingen.

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