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Dachdecker trotzen der Kälte

Jacobikirchturm Dachdecker trotzen der Kälte

Selbst bei Minusgraden liegt Göttingens höchste Baustelle nicht still. In rund 60 Metern Höhe ist auch in dieser Woche auf dem Jacobikirchturm, der zurzeit saniert wird, gearbeitet worden.

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´St. Johannis im Rücken: Frank Scholtyssek (l.) und Christopher Böning arbeiten an der Verschalung.

Quelle: CH

Im Innern des Turmdaches bessern Zimmermann Friedhelm Backhaus und Dachdecker Nils Wiesemann von der Firma Walde weiter die Balken aus. Einen etwas zugigeren Arbeitsplatz haben draußen der Auszubildende Christopher Böning und Dachdecker Frank Scholtyssek von der Firma Böning. Während der Sonnenschein bei winterlicher Kälte die Stadt in ihrem Rücken in ein stimmungsvolles Licht taucht, sind sie damit beschäftigt, Bretter für die Verschalung des Daches zuzuschneiden und anzubringen.

Im Bereich des Turmhelmes sind das alte Kupferdach, Dachpappe und alte Schalung bereits abgerissen. Feld für Feld bringen Scholtyssek und Böning nun die neue Verschalung an. Die Holzbretter werden dabei nicht mit dem Hammer angenagelt, sondern die Nägel werden per Druckluft mit einem beeindruckenden Schussgerät in die Dachbalken befördert. Mit dem Hammer sei es ziemlich schwierig, die Nägel ins harte Eichenholz zu treiben, so Scholtyssek.

Die beiden Arbeiter müssen die Bretter durch ein beeindruckendes Stangengewirr hindurchfädeln, denn immer wieder gibt es auf dem Gerüst Querverstrebungen. Je weiter es den Turmhelm hinaufgeht, je langsamer geht es voran, denn je kleiner müssen die Bretter zugeschnitten werden. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt halten die zwei nicht ab. Erst bei mehr als minus fünf Grad denke man darüber nach, die Arbeit einzustellen, so Scholtyssek. Er hat schon auf mehreren Kirchtürmen gearbeitet, für Böning ist St. Jacobi die Kirchturm-Premiere.

Nach der Verschalung wird die Dachpappe zunächst festgetackert und dann mit Kupfernägeln befestigt – die müssen allerdings ganz konventionell mit dem Hammer eingeschlagen werden. Die Dachdecker hoffen, die Verschalung des Turmhelms bis Weihnachten fertigzubekommen. Als nächstes kommt dann die Turmlaterne an die Reihe, die derzeit noch ihre alte Kupferverkleidung hat.

Von Jörn Barke

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