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Dank und deutliche Worte: Bürgerempfang in Holtensen

„Schnelllebigkeit und Beschleunigung" Dank und deutliche Worte: Bürgerempfang in Holtensen

Mit tiefgründigen Ausführungen zur „Schnelllebigkeit und Beschleunigung unserer Zeit“ und einem Dalai-Lama-Zitat hat Holtensens Ortsbürgermeisterin Karla Busch (SPD) am Freitag in der Mehrzweckhalle des Göttinger Stadtteils den Bürgerempfang eröffnet.

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Ehrung beim Empfang: Ortsbürgermeisterin Karla Busch mit Waltraut Jäger und Heinz Siegmann (von links).

Quelle: Pförtner

Holtensen. Sowohl bei ihrem Rückblick als auch Ausblick sparte sie nicht mit deutlichen Worten. Mit der Ehrung zweier besonders engagierter Holtenser Bürger schlug Busch am Ende dann aber doch wieder versöhnliche Töne an.

Sie sei froh, „dass es in Holtensen so viel Bürgerengagement gibt“, sagte die Ortsbürgermeisterin. Über Jahrzehnte hätten Waltraud Jäger und Heinz Siegmann ehrenamtliche Arbeit geleistet. Dafür bedanke sich der Ortsrat mit Urkunde und Präsent.

Jäger habe 20 Jahre lang die Aufgabe der Friedhofsverwaltung „in ruhiger und kompetenter Art hervorragend gemeistert“ und sei darüber hinaus seit vielen Jahren als Küsterin in der Kirchengemeinde tätig.

26 Bauplätze bereits verkauft

Als „ehrenamtliches Lebenswerk“ bezeichnete Busch das Engagement Siegmanns, der 37 Jahre lang als aktives Vorstandsmitglied, davon 22 Jahre als Vorsitzender, die Geschicke des TSV Holtensen maßgeblich mitbestimmt habe. Zudem habe sich Siegmann 33 Jahre im Gemeinderat und später im Ortsrat für die Belange der Bürger eingesetzt.

Zuvor hatte Busch kritische Worte an Politik und Stadtverwaltung gerichtet. Die 26 Bauplätze im neuen Baugebiet am Stadtweg sollten laut Ortsbürgermeisterin bereits verkauft sein.

Doch leider würden sich Planung und Zuweisung von Baugebieten in Göttingen lange hinziehen. Busch: „Eine zu lange Bearbeitungszeit kann dazu führen, dass die Interessenten in die Nachbargemeinden des Landkreises ziehen.“ Eine Nachmittagsbetreuung für die Kinder sei, so führte Busch aus, für viele ein wichtiger Standortfaktor bei der Wahl des Wohnortes.

Leider habe es bislang keine Lösung für eine Ausweitung der Nachmittagsbetreuung in der Grundschule Elliehausen gegeben. Darüber hinaus seien die bei Entstehung des Baugebietes Gesundbrunnen in Elliehausen für einen Kindergarten-Bau und Schulanbau bereitgestellten Mittel „anders verwendet worden“.

„Manchmal sollte die Stadt etwas Geld in die Hand nehmen"

Die Lösung für eine gesicherte Betreuung der Kinder wäre, so Busch, „die Regenbogenschule so schnell wie möglich als Ganztagsschule einzurichten“. Auch sei der Status des Gemeindezentrums in Holtensen noch immer ungeklärt, die Verkaufsgespräche zwischen der Stadt als Eigentümerin und der Kirche gingen einfach nicht voran.

Kritisch merkte die Holtenser Ortsbürgermeisterin außerdem an, dass alle Anfragen an die Stadt, zum Beispiel die Renovierung der Mehrzweckhalle betreffend, mit dem Satz „Mittelfristig stehen keine Mittel zur Verfügung“ abgelehnt würden.

Busch bat die Oberbürgermeister-Kandidaten im Saal, sich umzusehen: „Der Bodenbelag löst sich, die Wand zur Wetterseite zerfällt langsam, und die Isolierung der Decke ist quasi nicht vorhanden, was die Energiekosten enorm in die Höhe treibt.“

Ihr Appell: „Manchmal sollte die Stadt etwas Geld in die Hand nehmen, um wenigstens das Gebäude vor noch größeren Schäden“ zu bewahren.

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