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Demo gegen Antisemitismus in Göttingen

Jüdische Gemeinde beworfen Demo gegen Antisemitismus in Göttingen

„Gegen jede Form des Antisemitismus“ haben am Sonnabend knapp 100 Teilnehmer einer Kundgebung auf dem Göttinger Markt demonstriert. Mitglieder der Initiatoren-Gruppen beklagten, dass gewalttätige Übergriffe auf Juden und gegen jüdische Einrichtungen europaweit zunähmen – auch in Göttingen.

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Demonstranten in Göttngens Innenstadt: Kundgebung gegen Antisemitismus

Quelle: Pförtner

Göttingen. Ein Sprecher der Jüdischen Kultusgemeinde bestätigte am Sonntag, dass Unbekannte vor etwa einer Woche Gegenstände gegen die Fenster einer neuen Begegnungsstätte mit Bistro in der Roten Straße geworfen hätten.

Am Freitag sei das Gebäude mit Eiern beworfen worden. Anzeige erstattet habe die Gemeinde nicht.

„Bisher fühlen wir uns in Göttingen sehr sicher“, sagte die Vorsitzende der Kultusgemeinde, Eva Tichauer Moritz, „aber langsam bekommen auch wir Bedenken“. Tichauer Moritz und weitere Redner erinnerten an Ausschreitungen und antisemitische Äußerungen auf Demonstrationen in vielen Städten während der vergangenen Wochen.

In Göttingen seien Demonstranten, die Israel-Fahnen trugen angegriffen worden. In Frankfurt habe ein Rabbiner Morddrohungen erhalten. In Wuppertal und Paris habe es Brandanschläge auf eine Synagoge Geschäfte gegeben.

Viele Menschen hätten keinen Begriff von Antisemitismus, beklagte eine Sprecherin der Initiative „Subway“. Nach einer aktuellen Umfrage würden 20 Prozent der Deutschen antisemitischen Aussagen zustimmen. Zudem werde Kritik an Israel und seine Gaza-Politik oft als Kritik an Juden generell formuliert.

Die jüngsten Proteste gegen militärische Auseinandersetzungen im Gaza richteten sich „zumeist sehr einseitig“ gegen Israel in seiner religiösen Ausrichtung. Organisiert wurde die Kundgebung von den Göttinger Gruppen „Offene Linke – Alles für alle“, „Fact – Feminist Action“ und „Subway“.

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