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Demo gegen Windradpläne in Dransfeld

Interessengemeinschaft sammelt fast 600 Unterschriften Demo gegen Windradpläne in Dransfeld

Fast 100 Bürger aus der Samtgemeinde haben am Donnerstag vor dem Dransfelder Rathaus gegen die derzeitigen Windradpläne protestiert. An Samtgemeindebürgermeister Thomas Galla (CDU) übergaben sie einen Appell an Rat und Verwaltung, der von fast 600 Bürgern unterschrieben worden ist.

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Demo vor Dransfelder Rathaus: Michael Brandt übergibt Samtgemeindebürgermeister Galla (r.) Appell und fast 600 Unterschriften.

Quelle: Heller

Dransfeld. Organisiert wurden Unterschriftensammlung und Versammlung von einer losen „Interessengemeinschaft gegen den ungezügelten Ausbau von Windenergieanlagen“ vornehmlich in Varlosen und Bühren.

Ziel sei, Rat und Verwaltung „wachzurütteln“, sagte der Bührener Michael Brandt. Es gehe nicht an, dass zukunftsträchtige Entscheidungen einfach so im Rat „durchgewunken“ würden. „Wir Bürger wollen an der Energiewende teilhaben, sie mitgestalten und nicht nur Opfer bringen.“

Er forderte Rat und Verwaltung auf, „eine wirtschaftliche Entwicklung in unserer Region zu ermöglichen mit dem Ziel, die Energiewende auch zu schaffen, und nicht nur Steigbügelhalter eines Finanzproduktes für Investoren zu sein“.

Mit der großen Zahl an Hinweisen und Einwänden, weit mehr als 300, werde sich der Rat auseinandersetzen, versicherte Galla. „Ich kann zusagen, ihre Bedenken werden gelesen, ausgewertet und berücksichtigt werden.“ Nach der vorzeitigen Beteiligung werde es eine Bürgerversammlung in der Stadthalle geben. Der Rat müsse Recht und Gesetz sowie die Vorgaben zur Energiewende beachten, gab Galla zu bedenken.

Ohne einen neuen Flächennutzungsplan könnte der alte mit nur einer kleinen Fläche für vier Windräder angegriffen werden. Da Windräder privilegierte Vorhaben seien, könnte dann möglicherweise an allen geeigneten Standorten gebaut werden.  

Im Appell der Interessengemeinschaft wird unter anderem gefordert, Windparks auch an geeigneteren Standorten wie  entlegenen Waldgebieten zu ermöglichen, um die „bedrängende Wirkung“ zu reduzieren. Der Windenergie würde so auch in Niedersachsen „substantiell Raum“ gegeben.

Seit Juli liegt der umstrittene Vorentwurf für einen neuen F-Plan der Samtgemeinde auf dem Tisch. Drei Gebiete halten die Planer für besonders geeignet, 35 Hektar bei Imbsen, 28 Hektar südlich von Varlosen sowie 81 Hektar zwischen Jühnde und Bördel.

Den vom Landkreis vorgeschlagenen Bereich bei Scheden hält die Kommune für ungeeignet. Eine Stellungnahme der Stadt Dransfeld zum F-Plan soll jetzt am Dienstag, 9. September, um 18 Uhr in der Stadthalle vom Stadtentwicklungsausschuss diskutiert werden.

Der Landkreis legt seinen bereits fertigen Entwurf für ein neues Raumordnungsprogramm erstmals auch mit Windvorranggebieten vom 22. September bis einschließlich 21. Oktober im Göttinger Kreishaus aus. Die Pläne sind jetzt auch im Internet einzusehen.

Mehr Informationen unter landkreisgoettingen.de

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Potenzialanalyse

„Das wird richtig unangenehm“, befürchtet der Bürgermeister der Gemeinde Niemetal, Klaus Heinemann (parteilos). Der Flecken Adelebsen will in Güntersen weitere Flächen für Windräder ausweisen. Und die Samtgemeinde Dransfeld plant zusätzliche Flächen zu den bereits bestehenden östlich von Imbsen. Dort sollen drei neue, 200 Meter hohe Anlagen entstehen.

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