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Demo trotz Entspannung in Kurdenfrage

Marsch durch Göttingen Demo trotz Entspannung in Kurdenfrage

Die Kurden – „ihre existenziellen Rechte werden vollkommen verleugnet und verboten“, heißt es in einem Flugblatt, das am Sonnabend 76 Angehörige der Volksgruppe ohne eigenen Staat bei einem friedlichen Demonstrationszug durch Göttingen an Passanten verteilten.

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Kurdenprotest: Freiheit für Öcalan gefordert.

Quelle: Theodoro da Silva

Fragt man nach, räumen auch Osman Demir (Göttingen) und Mehmet Erdogan (Kassel), zwei der Organisatoren, zumindest angekündigte Veränderungen in der Türkei ein: Es darf wieder kurdisch gesprochen und unterrichtet werden, auch die Städte im Kurdengebiet erhalten ihre alten kurdischen Namen zurück. Militärisch, so habe die Türkei eingesehen, sei die Kurdenfrage nicht zu lösen.
Doch trauen die in Deutschland lebenden Kurden – im Raum Göttingen sind es rund 400 – den Versprechen nicht. Nach wie vor gebe es heimliche Militäraktionen in der Osttürkei, und Politiker der Kurdenpartei DTP würden verhaftet. Die Kurden fordern außerdem Freiheit für den einstigen PKK-Führer Abdullah Öcalan.

Um der türkischen Führung zu verdeutlichen, dass auch aus Europa weiter auf die Situation der Kurden geschaut werde, habe man zur Demo gerufen. Mit 76 Teilnehmern, davon zwölf Kinder, fiel die Resonanz allerdings schwach aus.

ck

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