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Demokratie besser verankern

Antrag für Jugendparlament Demokratie besser verankern

Die Kreistagsgruppe aus Linken, Piraten und Die Partei will Kinder und Jugendliche besser an den Entscheidungen im Landkreis Göttingen beteiligen. Ihr Vorschlag: die Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlamentes.

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Die Kreistagsgruppe aus Linken, Piraten und Die Partei will Kinder und Jugendliche besser an den Entscheidungen im Landkreis Göttingen beteiligen.

Quelle: GT

Göttingen. Kinder und Jugendliche sollen in einem solchen Parlament ihre Erfahrungen und Ideen in den Kreistag und Verwaltung einbringen können. Einen entsprechenden Antrag will die Gruppe zur nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Kreistages am 22. November einbringen.

Als mögliche Beispiele nennt die Gruppe die Jugendparlamente in den Kreisen Friesland und Vogelsberg (Hessen). So sei das in diesem Jahr gegründete Friesländer Jugendparlament das erste Kreis-Jugend-Parlament in Niedersachsen. Hier würden die Mitglieder zu Hälfte direkt gewählt, der andere Teil von Vereinen und Verbänden delegiert, heißt es in einer Mitteilung der Gruppe. Das Jugendparlament im Vogelsbergkreis verfüge hingegen über mehr als zwanzigjährige Erfahrung. Die Beteiligungsmöglichkeiten des Jugendparlamentes etwa, Anträge an den Kreistag zu stellen, sei aus Sicht der Kreistagsgruppe sehr interessant.

Pädagogische Begleitung des Parlamentes

„Nach der Vorstellung beider Kreis-Jugend-Parlamente soll diskutiert werden, ob die Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlamentes für Göttingen sinnvoll ist. Ein Jugendparlament kann nur dann funktionieren, wenn finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden und das Parlament durch die Verwaltung des Landkreises personell unterstützt wird“, erläutert Stine Rummel-Strebelow (Linke) den Antrag.

Meinhart Ramaswamy geht von einem „sechsstelligen“ Betrag aus, den das Parlament kosten werden. Wichtig sei, dass es eine pädagogische Begleitung des Parlamentes gebe. Er sieht in einem Jugendparlament eine Möglichkeit, „Demokratie besser in der Bevölkerung“ zu verankern.

Jugendbeteiligung in der Kommunalpolitik

Auch die Grünen-Ratsfraktion in Göttingen hat das Thema mehr Jugendbeteiligung in der Kommunalpolitik für sich entdeckt. Sie veranstaltet am Mittwoch, 8. November, eine Diskussionsveranstaltung bei der Jugendliche, Vertreter der städtischen Jugendverwaltung, von Jugendverbänden und demokratiestärkenden Institutionen ins Gespräch kommen sollen.

Sie sehen eine „starke Schieflage“ in der Altersstruktur der politischen Vertreter in Stadt und Landkreis Göttingen. „Sowohl im Rat der Stadt als auch in den Ortsräten und im Kreistag liegt der Altersschnitt bei über 50 Jahren“, heißt es in einer Mitteilung. Ihre Forderung: Das Wahlalter senken und Fragen wie der nach einem Jungendbeirat, analog zum Seniorenbeirat, stellen. Die Diskussionsveranstaltung soll darauf ausgerichtet sein, Jugendliche in demokratische Prozesse stärker einzubinden. Sie beginnt um 17 Uhr im Freihafen, Nikolaistraße 1b, in Göttingen.

Unter anderem sollen Konzepte wie „Pimp Your Town“ vorgestellt werden. Dabei handelt es sich um ein Planspiel, das Lust auf Demokratie und Beteiligung machen soll. Auch die Idee des Jugendparlaments soll zur Sprache kommen, bevor darüber diskutiert werden soll, ob diese Vorschläge zu mehr Jugendbeteiligung in Göttingen beitragen können. „Unser Ziel ist es, mit der Veranstaltung eine überparteiliche Initiative für mehr Jugendbeteiligung zu starten“, erklären die Grünen.

Von Michael Brakemeier und Nadine Eckermann

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