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Desaster als Geldquelle

Kommentar Desaster als Geldquelle

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Securenta-Modell rechtens

Von Jürgen Gückel

Da dreht sich einem der Magen um: Eine Milliarde Euro Schaden, 200 000 geschädigte Kapitalanleger, bis zu 5000 Klagen auf Schadensersatz gegen Verantwortliche der Göttinger Gruppe, die selbst nichts mehr haben. Das alles sind Folgen des ach so genialen Anlagemodells Secu-Rente. Und die einzigen, die das Finanzdesaster zur sprudelnden Geldquelle machen, sind Anwälte, die mit dubioser Klage-Strategie möglichst viele Fälle produzieren, um möglichst viel daran zu verdienen. Inzwischen munkelt die Branche gar, die Rechtsschutzversicherungen hätten sich mit den Klägeranwälten geeinigt, damit diese nicht noch mehr Klagen produzieren, deren Kosten sie dann zahlen müssten.

Das Fatale: Ausgerechnet das schon damals umstrittene Argument der Staatsanwaltschaft, das Securenta-Modell sei kein Schneeballsystem, wird von Zivilrichtern geteilt und führt zur Erfolglosigkeit der Klagen. Genau daran bestehen Zweifel. Damals wie heute kann nicht einleuchten, dass der maßlose Verbrauch von Einlagen für Provisionen bei gleichzeitig minimaler Investition in gewinnbringende Geschäfte etwas anderes als ein Schneeballsystem sein soll. Wie lange der Ball rollt, spielt da gar keine Rolle. Denn fällige Auszahlungen hätten nur aus einer gestiegenen Zahl von Neuanlagen bezahlt werden können – wäre nicht die Pleite dazwischen gekommen.

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