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Deutlicher Anstieg bei Computerbetrug seit Jahresbeginn in Göttingen

Betrug Deutlicher Anstieg bei Computerbetrug seit Jahresbeginn in Göttingen

Die Polizei registriert seit Jahresbeginn einen deutlichen Anstieg spezieller Formen der Computerkriminalität. Betroffene und Geschädigte hätten sich durch umsichtiges Handeln problemlos schützen können, mahnen die Ermittler der „Cybercrime“-Spezialtruppe der Polizei Göttingen.

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Quelle: Schierenbeck/dpa (Symbolbild)

Göttingen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Fallzahlenraten die Experten Computernutzer derzeit zu besonderer Vorsicht. Eine der beiden auffälligsten Maschen der vergangenen Monate: Unbekannte versenden unberechtigt Rechnungen per Mail mit den Kontaktdaten der Nutzer. Die Mails sind mit einem Anhang versehen, den die Empfänger vermutlich aus Neugier anklicken, anstatt ihn einfach zu löschen.

Ein fataler Fehler: Sofort danach installiert sich ein Schadprogramm , das das Betriebssystem zerstört und den Rechner unbrauchbar macht. Umgehend erscheint ein Fenster, das den Nutzer zur Zahlung von in der Regel 100 Euro zur Entsperrung des Rechners auffordert.

Die „Cybercrime“-Ermittler raten: Auf keinen Fall darauf eingehen. Durch Mailanhänge oder Surfen im Internet mit standardmäßigen Einstellungen werden Schadprogramme installiert, die den Zugang der Täter auf die E-Mail-Konten der Nutzer zulassen. Die Betrüger übernehmen den Mail-Account, ein Zugang für den eigentlich berechtigten Nutzer ist danach nicht mehr möglich.

Immer die gleiche Geschichte

Anschließend versenden die Täter von dem gekaperten Mail-Account gefälschte Bettelmails, in denen Bekannte und Freunde über die übernommenden Mail-Kontakte aufgefordert werden, wegen einer akuten Notlage Geld zu schicken.

Dabei wird immer die gleiche Geschichte erzählt: Man sei im Ausland unterwegs, die Geldbörse mit allen Zahlungskarten sei weg, und man benötige dringend Geld für die Rückreise. Das soll meist über den Geldtransfer-Dienstleister Western Union überwiesen werden, bei dem eine Rückverfolgung der Überweisung und Identifizierung des Geldempfängers praktisch unmöglich ist.

Der eigentliche Mailkonto-Inhaber bekommt von den Mails an seine Bekannten nichts mit, weil er  keinen Zugang mehr zu seinem eigenen Konto hat. Wenn er diesen wieder hergestellt hat, sind alle vorherigen Kontakte gelöscht, der Ordner „Gesendet“ ist leer, es gibt einige Rückläufer von Mails, die nicht zugestellt werden konnten, und auf dem Rechner befinden sich Trojaner.

Machen Sie Ihren Rechner sicher

Die „Cybercrime“-Ermittler berichten von einer weiteren Variante: Die Täter versenden sogenannte „Spam-Mail“ mit Links auf andere Seiten, bei denen die Zugänge (beispielsweise von Amazon, Mastercard oder PayPal) aufgrund angeblich ungewöhnlicher Aktivitäten oder Fremdzugriffe per Eingabe der Zugangsdaten mit Passwort verifiziert werden sollen. Diese Accounts werden übernommen und genutzt.

Die Ermittler warnen: Kein seriöser Internetdienstleister fragt nach individuellen Zugangsdaten. Bei einem mit Schadprogrammen befallenen Rechner muss das Betriebssystem vollständig neu installiert werden. Daten sind unter Umständen verloren. Auch das Online-Banking ist davon betroffen, erklärt die Polizei.

Die Polizei rät: Machen Sie Ihren Rechner sicher mit den Hinweisen des Bundesamtes für die Sicherheit in der Informationstechnik: bsi-fuer-buerger.de. Die Hinweise sind auch für Laien verständlich geschrieben.

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