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Die Partei: Vier Mitglieder beleben Göttinger Ortsverband

„Wir sind die Alternative zur Alternative“ Die Partei: Vier Mitglieder beleben Göttinger Ortsverband

„Ich bin in diesem Jahr 50 Jahre alt geworden, ich muss mich um meine Alterssicherung kümmern“, bekennt Harald Manninga ganz offen. Der Philologe will deshalb in den Deutschen Bundestag. Zwei Amtsperioden müsse er durchhalten, um sich seinen Lebensabend zu vergolden.

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Schließen eine Koalition mit der „Spaßpartei FDP“ entschieden aus: Parteifreunde Fabian Kaul, Protokollführerin Helena Arndt, Jan Bartels und Harald Manninga (von links).

Quelle: Heller

Göttingen. „Du hast das Zeug zum Bundespräsidenten. Anrecht auf Ehrensold gibt es dann schon nach kurzer Zeit“, meint Parteifreund Jan Bartels (20).

Die beiden gehören der Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative an, die 2004 von Martin Sonneborn als politischer Arm des Satiremagazins Titanic gegründet worden ist. In Göttingen ist jetzt in der Kneipe Zak am Wochenmarkt der Ortsverband der Partei von insgesamt vier Personen wiederbelebt worden.

Er ist bereits 2004 noch vor Gründung der Bundespartei entstanden. Kurze Zeit später formierte sich unabhängig davon ein zweiter Göttinger Ortsverband. Die Hintergründe bleiben im Dunkeln, da von den alten Aktivisten niemand erscheint. Während alle anderen Gäste draußen in der Sonne sitzen, ziehen sich die Parteifreunde zum „Postengeschacher“ nach drinnen zurück. Einen „Postenzwang“ gibt es allerdings nicht, stellt Mitglied Fabian Kaul (22) klar. Er studiert ebenso wie Bartels Politikwissenschaft.

Markantes Outfit

Alle Mitglieder tragen das markante Partei-Outfit, den grauen Anzug mit der roten Krawatte. Die Kneipenwände haben sie mit Plakaten geschmückt. Auf einem heißt es: „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten. Außer uns.“ Die endgültige Teilung Deutschlands gehört zu ihren wichtigsten Forderungen. „Damit können sich nach Umfragen 20 Prozent der Deutschen in Ost und West identifizieren“, berichtet Manninga. Die „Machtergreifung der Partei“ sei also durchaus im Bereich des Möglichen.

Bartels hofft auf die vielen Wähler, die das „Merkel-Regime“ stürzen wollen. Mit Blick auf die neue Protestpartei des bürgerlichen Lagers sagt er: „Wir sind die Alternative zur ‚Alternative für Deutschland‘.“ Und Manninga sieht in der Organisation die „einzige Partei der extremen Mitte“.
Bartels ist übrigens nach eigenem Wissen der einzige Mandatsträger der Partei in Niedersachsen.

Er wurde Anfang des Jahres mit 211 Stimmen als Kandidat der Partei-Hochschulgruppe ins Studierendenparlament gewählt. Während des Wahlkampfs hatte er seine Kommilitonen aufgerufen, sich mit ihm zusammen die Studiengebühren schön zu trinken. Von der Resonanz ist er immer noch begeistert. Gefühlte 24 000 Studenten seien gekommen, erklärt er.

Weitere Informationen unter: die-partei.de

Von Michael Caspar

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