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Die besten Tricks gegen unerwünschte Werbeanrufe

Gegenoffensive am Telefon Die besten Tricks gegen unerwünschte Werbeanrufe

„Einfach auflegen“ rät die Verbraucherzentrale Menschen, die sich lästigen Werbeanrufen  ausgesetzt sehen. Der Nachteil: Der nächste Anruf kommt bestimmt. Aber: Mit unkonventionellen Methoden können sich die Opfer unerwünschter Werbeanrufe nachhaltiger zur Wehr setzen. Hier nun eine Übersicht, zum großen Teil von Tageblatt-Mitarbeitern im Realeinsatz mit Erfolg erprobt.

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Wirkungsvoll, aber nicht ohne Risiko: der Telefontriller gegen unerwünschte Werbeanrufer.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Aber Vorsicht: Juristische Gegenoffensiven der Telefon-Terroristen sind dabei nicht ausgeschlossen. Also: Verwendung auf eigene Gefahr.

Auf jeden Fall unschädlich ist es, das Telefon einfach hinzulegen und zu warten, bis der Anrufer von sich aus auflegt. Weil das die Nervensägen am anderen Ende der Leitung Zeit kostet, steigen die Chancen, dass die eigene Nummer aus den Listen gestrichen wird. Wenn der Ehepartner am Telefon verlangt wird, kann es nützlich sein, den Anrufer darauf hinzuweisen, dass man diesen „gestern gerade rausgeschmissen“ habe oder dieser „vor ein paar Tagen verstorben“ sei. Hilfreich sind auch die Worte „Privatinsolvenz“ oder „bin entmündigt“, wenn es darum geht, Leute abzuwimmeln, die einem Geld aus der Tasche ziehen wollen.

"Sie wissen schon, für die Polizei"

Wer einer Fremdsprache mächtig ist, sollte sie bei unerwünschten Anrufen auch einsetzen. Artikulatorisch begabte Menschen können zudem eine Sprache schlicht erfinden. Auch der Spruch „Einen Moment bitte, ich muss mal eben das Tonband anstellen. Sie wissen schon, für die Polizei“ hat sich schon als wirkungsvoll erwiesen.

Wenn die Nummer des dubiosen Anrufers erkennbar und bekannt ist, hilft es, sich beispielsweise mit „Gewerbeaufsichtsamt Nord“ zu melden. Und für den Anrufer besonders nervend ist es, jede Frage mit einer Gegenfrage, gerne auch nach persönlichen Verhältnissen und Meinungen des Anrufers, zu kontern, oder ihm seinerseits völlig unbrauchbare Waren oder Dienstleistungen zu offerieren. 

Anrufer massiv beschimpfen oder bedrohen

Risikoreicher, aber durchaus erfolgreich kann es sein, den Anrufer massiv zu beschimpfen oder zu bedrohen, auch an Leib, Leben, Angehörigen oder Eigentum. Was in jeder anderen Konstellation strafrechtlich fatale Folgen haben kann, blieb bei einem Tageblatt-Redakteur in vier Fällen ohne jede Konsequenz: Für eine Strafanzeige müssten die Schwindelfirmen ihre Tarnung fallenlassen. Unangenehme Konsequenzen sind auch nicht ausgeschlossen, wenn man zum Klassiker greift: der Trillerpfeife. Einerseits ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man nicht wieder angerufen wird.

Andererseits gibt es vereinzelt Gerichte, die den Trillerpfeifenbenutzer wegen Körperverletzung zu Geldstrafen verurteilt haben.

Immer hilfreich ist es, unerwünschte Werbeanrufe der Bundesnetzagentur zu melden.

► Der Frank-Trick: „Frank geht ran“

Vorbeugend wirkt ein anderer Trick. Wer von Gewinnspielen, Infocoupons oder der Anforderung von Zeitschriftenabos die Finger absolut nicht lassen kann, sollte auf den Formularen die Telefonnummer 01 63 / 1 73 77 43 angeben.

Jeder, der dort anruft, wird mit „Frank“ verbunden, der seriös, dazu in absolut höflichem und verbindlichem Ton erklärt, dass man leider keine Lust darauf habe, mit dem Anrufer zu sprechen. Wenn Internetformulare diese Nummer des Verbraucherdienstes „Frank geht ran“ nicht akzeptieren: einfach eine beliebige Ziffer hinten dranhängen.

Die ironischere Alternative zu „Frank geht ran“ ist „Telefonpaul“. Die Nummern von Paul: 01 57 / 39 59 99 75 oder fürs Festnetz der Telefonanschluss 07 11 / 50 88 55 24.

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Verbraucherzentrale

Unerwünschte Werbeanrufe nehmen kein Ende: Auch in den vergangenen Wochen sind bei der Verbraucherzentrale reihenweise Beschwerden belästigter Bürger eingetroffen. Manchmal sollen den Angerufenen Verträge untergeschoben werden, manchmal nutzen die Anrufer die Angst vor Datenklau und Datenhandel aus.

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