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„Die nette Toilette“: Hann. Münden hat sie, Göttingen überlegt

Touristen zufrieden, Wirte nicht „Die nette Toilette“: Hann. Münden hat sie, Göttingen überlegt

1600 Euro – so viel würde die Stadt Göttingen der Eintritt zur „netten Toilette“ einmalig kosten, und damit das Recht, das Logo der „netten Toiletten“ zu verwenden.

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„Die nette Toilette“: Hann. Münden hat sie bereits, Göttingen überlegt nachzuziehen.

Quelle: EF

Göttingen. Der Preis richte sich nach der Einwohnerzahl, erläutert Kevin Zora von der Agentur Studio, die das Projekt 2000 in Aalen mit dem Stadtmarketing entwickelt hat. Nach aktuellen Zahlen der Agentur machen inzwischen 160 Städte mit, bis nach Österreich und in die Schweiz ist die „nette Toilette“ geschwappt.

Eine der Städte ist seit 2008 Hann. Münden. Dort gibt es nach Auskunft von Sprecherin Julia Bytom aktuell 18 „nette Toiletten“ mit 57 Urinalen, 31 Herren- und 42 Damentoiletten. Vor 2008 lagen die Zahlen bei zwölf Urinale, fünf Herren- und neun Damentoiletten. Durch die Umstellung spart die Stadt jährlich bis zu 14 000 Euro ein.

An die teilnehmenden Wirte zahlt sie zusammen 10 000 bis 12 000 Euro Zuschüsse in unterschiedlicher Höhe pro Betrieb – je nach Lage und Frequenz. Während die Resonanz bei Touristen „durchgängig positiv“ sei, so Bytom, gibt es von den Anbietern der „netten Toilette“ auch Kritik: „Es gibt auch Kündigungen der Verträge.

Der Reinigungsaufwand ist zu hoch, besonders durch teilweise extreme Verunreinigung“, sagt Bytom. Peter Ollhoff, Vorsitzender des Kreisverbandes Göttingen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, hält die Idee „nette Toilette“ auch in Göttingen für „grundsätzlich nicht schlecht“.

Er gibt aber zu bedenken, dass viele Toiletten in den Gaststätten „bedarfsorientiert“ ausgelegt und nicht auf mehr Besucher eingerichtet seien. Er hält eine frühe Beteiligung der Wirte für wichtig.

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