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Diese Verbände helfen seit Jahrzehnten

Helfer stellen sich vor Diese Verbände helfen seit Jahrzehnten

Der Tag der offenen Tür ist auch für die Verbände, die seit Jahrzehnten, teils seit dem Beginn im Jahr 1945, im Lager engagiert mithelfen, die Gelegenheit sich vorzustellen. Sie haben Stände im Zelt auf dem Bahnhofsvorplatz und präsentieren ihre, zu großen Teilen ehrenamtliche und meist aus Spenden finanzierte Arbeit.

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Helfende Hände.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Friedland. Denn das kulturelle Erbe Friedlands, wie es aus Anlass der Vorbereitung zum Museumsausbau vielfach beschworen wurde, ist auch eine Geschichte der Mitmenschlichkeit, die sich im Wirken der Verbände ausdrückt. Viele Zeitzeugen, Menschen, die einst durch das Lager gingen und von hier aus einen Neustart in Deutschland wagten, werden an diesem Tag erwartet. Sie werden als Gesprächspartner zur Verfügung stehen und berichten, wie ihnen auf den ersten Schritten ins neue Leben geholfen wurde.

„Praxis des Evangeliums“ „Für viele ein Stück Leben“
Das, was die Innere Mission in Friedland für Flüchtlinge, Asylbewerber und Spätaussiedler macht, ist die Praxis des Evangeliums.“ So drückt es Pastor Martin Steinberg aus, der Geschäftsführer dieser Diakonie-Hilfsorganisation im Lager Friedland ist.
M.Steinberg

M.Steinberg

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Seit gut acht Jahren tragen die evangelischen Christen das Kinderhaus und die Vorschule des Lagers und ermöglichen somit die frühkindliche Förderung der Flüchtlings- und Aussiedlerkinder und ermöglichen ihnen den Übergang in Kindertagesstättenund Schule. Wie bei den anderen Hilfsorganisationen werden Spätaussiedler, jüdische Migranten aus Osteuropa, Flüchtlinge und Asylbewerber ohne jeden Unterschied betreut.
Warum die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hier sind? „Es ist für viele ein Stück Leben“, sagt Bettina Briesemeister. Die Leiterin der DRK-Einrichtung macht mit ihren Kollegen Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer und hilft Asylbewerbern während ihres Verfahrens.
Briesemeister

Briesemeister

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Das DRK betreibt zudem die Kleiderkammer, die die aus Mitteln der Friedlandhilfe beschafften Bekleidungsstücke an Spätaussiedler ausgibt, die aber auch den Asylbewerbern zur Verfügung steht. Diese können mit ihren Gutscheinen beim DRK günstig einkaufen. Ein jährliches Sportfest und die Weihnachtsfeier für Kinder, organisiert durch das DRK Wadersloh, sind weitere Aktivitäten.
Malteser, „weil Nähe zählt“ Dem Motto seit 1957 verpflichtet „Solidarität und Begegnung“

Der Leitspruch des Malteser Hilfsdienstes lautet „... weil Nähe zählt“. Diese Nähe suchen die Malteser seit 1993 im Grenzdurchgangslager. Sie betreiben eine Kranken- und Pflegestation für Flüchtlinge, Spätaussiedler und Asylbewerber. Viele Familien erreichen die Erstaufnahme mit kranken, pflegebedürftigen oder körperbehinderten Angehörigen. Für sie stehen 13 Krankenbetten, ein Kinder- und ein Notbett zur Verfügung. Neun Pflegekräfte sorgen rund um die Uhr für Betreuung. An Werktagen ist täglich eine Arztsprechstunde. Die Malteser kümmern sich zudem um die Notfallversorgung. Allein 2011 gab es mehr als 10 000 Patientenbehandlungen.

D. Schwarze

D. Schwarze

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Dem Dreiklang „Abschied, Ankunft, Neubeginn“, unter dem auch das Museumsprojekt steht, fühlt sich die Friedlandhilfe schon seit 1957 verpflichtet. Der gemeinnützige Verein, erklärt dessen Vorsitzender Karl-Heinz Keudel, ist seit 55 Jahren Bindeglied zwischen Spendern, der Bundesregierung und den Wohlfahrtsverbänden, die die Mittel für die Erstversorgung und Integrationsmaßnahmen für Spätaussiedler verwenden. 60 Millionen Euro an Spenden und unzählige Sachspenden, die die Friedlandhilfe eingeworben hat, sind ein eindrucksvolles Zeichen von Anteilnahme und hilfreicher Opferbereitschaft der deutschen Bevölkerung zu Gunsten heimkehrender Landsleute.

K.-H. Keudel

K.-H. Keudel

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Solidarität mit Fremden und die Begegnung mit anderen Kulturen sind Kernbestandteil der christlichen Identität des Caritasverbandes .“ Das sagt Thomas Heek, Leiter der Caritasstelle in Friedland. Darum hilft die katholische Caritas vom Beginn des Lagers an immer wieder wechselnden Gruppen von Bewohnern. Migrationsberatung für Erwachsene und Jugendliche gibt es, seit 2011 auch Asylverfahrensberatung. Auch die Caritas gibt neue und gespendete Kleidung aus, betreibt Café und zwei Jugendclubs (Kakadu, Mini-Club). Zudem wird Sprachunterricht mit Hilfe von Studenten aus Göttingen organisiert. Und auch an den Wegweiserkursen sind Mitarbeiter der Caritas beteiligt.

Thomas Heek

Thomas Heek

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Tag der offenen Tür

„Abschied, Ankunft, Neubeginn“ – das ist das Motto des künftigen Museums im Grenzdurchgangslager. Der Neubeginn für das Lager selbst startet jetzt. Am Freitag wird bei einem Tag der offenen Tür noch einmal die Gelegenheit geboten, das Grenzdurchgangslager zu besichtigen, wie es sich darstellt, ehe es zum Museum ausgebaut wird. „Friedland vorher“ quasi. „Friedland nachher“ hingegen wird vom Herbst 2014 an zu erleben sein, wenn das Museum eröffnet.

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