Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Diskussion geht weiter

Ausstellung in Zentralmensa Diskussion geht weiter

Die Diskussion um die Ausstellung „Geschmackssache“ geht weiter. Künstler und Studentenwerk haben die Bilder entfernt. Die leeren Rahmen hängen noch.

Voriger Artikel
Beleuchtungs-Ersatz führt zu Verkehrsbehinderungen
Nächster Artikel
GSO spielt Mozart für den guten Zweck

Leere Rahmen statt Kunst in der Mensa.
 

Quelle: R

Göttingen.  Die Diskussion um die Ausstellung “Geschmackssache” in der Göttinger Zentralmensa geht weiter - auch im Netz. Am Freitag hatten sich die Künstlergruppe „Das KomiTee“ und das Studentenwerk der Universität darauf verständigt, alle 45 Bilder der Ausstellung “Geschmackssache” abzuhängen. Zuvor hatten sich unter anderem einige Besucher der Mensa bei der Gleichstellungsbeauftragten der Uni über die Bilder beschwert, die Bilder seien sexistisch, so einer der Vorwürfe. Ein heftige Diskussion folgte. Die Bilder sind weg, die leeren Bilderrahmen haben die Mitglieder des KomiTee hängen lassen.

Das Ende der Ausstellung kommentierten auch auf der Tageblatt-Facebookseite viele Leser. Fast alle kritisieren den Vorgang.

Beispielsweise Ma Rie Nagaoka schrieb: “Man möchte doch zu gern wissen, was in diesen Beschwerden so stand. Was wäre denn die Konsequenz gewesen, hätte man die Bilder nicht abgehängt? Vandalismus? Protestmärsche?”

Christine Rieger meint: “Sorry - aber für meinen Geschmack artet diese Sexismus-Debatte inzwischen dermaßen aus, dass einen das Grausen überkommt!“

„Ich habe Sexismus immer anders begriffen.“

Jochen Schaudig, einer der Künstler, dessen Bilder dort zu sehen waren, schreibt: “An keiner Stelle konnte begründet werden, warum diese Bilder sexistisch sein sollen. Ja, es wurde darauf hingewiesen, einige hätten sich gestört gefühlt und es wären, Zitat: „idealisierte/normschöne Frauenkörper“. Ich habe Sexismus immer anders begriffen. Nun, wieder einmal hat eine kleine radikale Gruppe gewonnen. Daran muss man sich wohl gewöhnen.”

Karin Däkena findet: “Eins ist sicher: sie haben diese tolle Ausstellung nicht verdient!” Rébecca Claude: “Eine Intention des Künstlers war es ja offensichtlich zu zeigen, dass Kunst „Geschmackssache“ ist - besser hätte die Message doch nicht nach außen getragen werden können!” Sebastian Bornmann schreibt: “Die Alt-68er, die der Prüderie damals erfolgreich den Kampf angesagt haben, müssen sich doch an den Kopf fassen wenn sie sehen was ausgerechnet ein linker Asta hier für einen gequirlten Mumpitz von sich gibt.” Auch Matthias Schenke hat wenig Verständnis: “Sehr gut! Rubens und andere sexistische Schmierfinken könnte man ohne weiteres übermalen. Ganz übel die vielen Putten in unseren Kirchen. Sinnvollerweise könnte man die verschleiern”

CL Neu schreibt: “Ich finde es erschreckend wie hier in Göttingen und im Besonderen von Universität und dem ASTA mit Kunst umgegangen wird. Mich erinnert dieses Verhalten an eine Zeit, die in Deutschland lange vorbei sein sollte!”

Michael Hübler fragt: “.. hat nicht zufällig was mit einer Religion zu tun?”

Von Britta Bielefeld

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial
Der Wochenrückblick vom 11. bis 17. November 2017
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt