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Doppelt so viele Alleinerziehende wie 1980

Standard-Familie auf Rückzug Doppelt so viele Alleinerziehende wie 1980

Die Zeit zwischen den Jahren wird traditionell gern im trauten Familienrahmen verbracht. Doch dieser Rahmen ist in Göttingen vielfach sehr locker geworden, wie Statistiken der Stadt zeigen. Der Normalfamilie mit verheirateten Eltern steht eine große Anzahl anderer Lebensformen gegenüber.

So hat sich die Zahl der Alleinerziehenden in der Leinestadt seit 1980 nahezu verdoppelt. Die Zahl stieg von 1628 auf 3105 im vergangenen Jahr. Damit machen Alleinerziehenden-Haushalte in Göttingen fast 30 Prozent der Haushalte mit Kindern aus. 1980 lag der Anteil noch bei knapp 14 Prozent.
In weiteren 6,5 Prozent der Haushalten mit Kindern sind die Eltern nicht verheiratet. Das sind immerhin 682 Haushalte – diese Zahl wurde vom Amt für Statistik 2008 erstmals ausgewiesen. Im Umkehrschluss bedeutet das: Nur noch in 64 Prozent der Haushalte mit Kindern sind die Eltern verheiratet. Auch hinter dieser Zahl können sich allerdings Patchworkfamilien verbergen, denn ob die Eltern zum ersten oder zum wiederholten Male verheiratet sind, darüber kann die Statistik keine Auskunft geben.

Am heilsten ist die Welt der Normalfamilie noch auf den zu Göttingen gehörenden Dörfern. Der Anteil der Alleinerziehenden liegt hier meist um 20 Prozent. In Roringen liegt die Quote nur bei rund 14 Prozent, in Holtensen ist der Anteil mit 27 Prozent fast so groß wie im engeren Stadtgebiet. Dort hat die Oststadt mit 26,6 Prozent den geringsten Anteil an Alleinerziehende. Überdurchschnittlich viele Alleinerziehende gibt es in der Südstadt (37,2 Prozent) und in der Innenstadt (35,2 Prozent).

Bei den Alleinerziehenden und auch bei nichtehelichen Gemeinschaften ist der Anteil der Familien mit nur einem Kind deutlich höher als bei den Ehepaaren. Während 46 Prozent der Ehepaare ein Kind erziehen, sind dies bei den Lebenspartnern 65 Prozent und bei den Alleinerziehenden 70 Prozent. Knapp 39 Prozent der Ehepaare betreuen zwei Kinder, 15 Prozent drei Kinder oder mehr. 24 Prozent der Alleinerziehenden kümmern sich um zwei Kinder, sechs Prozent um drei Kinder oder mehr. Bei den Paaren in nichtehelichen Lebensgemeinschaften haben 27 Prozent zwei Kinder und neun Prozent drei Kinder oder mehr.
Die Zahl der Haushalte mit Kindern ist seit 1980 um zwölf Prozent zurückgegangen: von 11 988 auf 10 506. Die Zahl der Kinder unter 18 Jahren sank im gleichen Zeitraum von knapp 20 900 um 18 Prozent auf rund 17 100 – bei einem leichten Anstieg der Gesamtbevölkerung.

Jörn Barke

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