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Drei Einsätze, neun Verletzte

Sonnabend, 15.15 Uhr Drei Einsätze, neun Verletzte

Großeinsatz für Polizei und Rettungsdienst: Fast zeitgleich mit Beginn der Demonstration in der Göttinger Innenstadt sind in Elliehausen bei einer Verpuffung in einem Vereinsheim acht Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Zehn Minuten später ereignete sich ein Verkehrsunfall bei Adelebsen. Dort wurde ein 82-jähriger Rollerfahrer schwer verletzt. Drei Hubschrauber waren im Einsatz.

Um 15 Uhr sammeln sich auf dem Göttinger Marktplatz linke Demonstranten um dem 20. Todestag Conny Wessmanns zu gedenken. Die Demo ist nicht angemeldet, die Stimmung unter den Linken ist gereizt. Niemand weiß, ob es noch Krawall gibt. Neben einem massiven Polizeiaufgebot stehen Rettungsdienst und Notarzt bereit.

Wenige Minuten später, um 15.05 Uhr, kommt bei der Feuerwehr die Meldung aus Elliehausen an. Der Göttinger Rettungshubschrauber Christoph 44 hebt mit einem weiteren Notarzt ab. „Wir haben schnell gesehen, dass zwei Patienten so schwer verletz sind, dass sie spezielle Betten für Verbrennungen benötigen“, sagt Karl Gröling vom Hubschrauber-Team. Also muss ein zweiter Hubschrauber – aus Halle – her, die zwei Männer mit schwersten Verbrennungen werden in die dortige Spezialklinik geflogen.

Unterdessen wird noch ein weiterer Notarzt nebst Hubschrauber benötigt. In Adelebsen verunglückt gegen 15.15 Uhr ein 82 Jahre alter Rollerfahrer, der auf der Ortsumgehung L 554 nach Lödingsen abbiegen will. Dabei kollidiert der Mann mit dem Auto eines 18-jährigen Hardegsers.

Sechs Notärzte

Während die drei schwer Verletzten in die zuständigen Kliniken gebracht werden, demonstrieren in der Göttinger Innenstadt rund 1400 Menschen. Es bleibt weitgehend ruhig, keine Verletzten.

Sechs Göttinger Notärzte sind bei den drei Ereignissen im Einsatz, zwei weitere sind in Bereitschaft. Zwei der drei zeitgleichen Einsätze waren nicht geplant. Erstmals sind die Notärzte des Uni-Klinikums an diesem Tag über ein neues Computersystem „Rapid Reach“ alarmiert worden. Das wurde in den vergangenen Wochen gemeinsam von Uniklinikum und Berufsfeuerwehr installiert. „Wir haben das erst einen Tag zuvor scharf geschaltet“, sagt Markus Roessler, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes.

Von Britta Bielefeld

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