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Drei Varianten Wasser, eine teurer als die andere

Lösungen für Enthärtung Drei Varianten Wasser, eine teurer als die andere

Seit vier Jahren diskutieren Rat und Ortsräte in Friedland das Thema weiches Wasser. Derzeit werden vor allem die Dörfer im Leinetal mit teils extrem kalkhaltigem Trinkwasser mit Härtegraden bis 40 Grad deutscher Härte (GdH) versorgt.

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Weiches Wasser: Bisher noch Traum vieler Friedländer Haushalte im Leinetal.

Quelle: dpa

Friedland. Jetzt stellte Michael Zech vom Ingenieurbüro Rinne im Gemeinderat drei Varianten vor, wie über eine oder zwei Enthärtungsanlagen die Dörfer Friedland, Reckershausen und Groß Schneen künftig sehr weiches (8 GdH) und die Dörfer Ballenhausen, Niedernjesa sowie Reinshof alternativ zumindest soweit enthärtetes Wasser (25 GdH) bekommen können, dass Leitungen und Elektrogeräte nicht mehr verkalken.

Allerdings: Eine Variante ist teurer als die andere. Mit jenen geschätzten 25 Cent Mehrkosten je Kubikmeter, mit denen einst sämtliche Ortsräte in der Gemeinde rechneten und aus Solidarität auch jene Politiker zustimmten, die selbst nicht profitieren, die über die Wassergebühr aber mitzahlen müssen, wird man nicht auskommen. Jetzt wird je nach Variante mit Mehrkosten zwischen 43 und gar 65 Cent gerechnet.

Am teuersten wird es mit Variante eins, die je eine Enthärtungsanlage an den beiden Wasserwerken in Friedland und Ballenhausen beinhaltet. 2,23 Millionen Euro müssten investiert werden, 215 500 Euro pro Jahr würde das kosten, und der Wasserpreis von derzeit 1,63 Euro  je Kubikmeter würde um 65 Cent teurer.

Variante zwei sieht eine neue Verbindungsleitung zwischen dem Hochbehälter Groß Schneen, der dafür auch groß genug ist, und dem Netz in Ballenhausen und Niedernjesa vor. Eine Enthärtungsanlage gäbe es nur in Friedland, und der Brunnen Ballenhausen, gerade 100 Jahre alt, würde geschlossen. Die Wasserrechte dort verfielen. Die Quelle ist wegen ihrer hohen Belastung mit Sulfat ohnehin problematisch. Der gesetzliche Grenzwert wird um das Doppelte überstiegen, wird aber, weil der Sulfatgehalt geologisch bedingt ist, vom Gesundheitsamt noch akzeptiert.

In dieser Variante stiege der Wasserpreis nur um 43 Cent. 1,56 Millionen Euro müssten investiert werden, 135 000 Euro betrüge der Jahresaufwand.

Variante drei ist eine Kombination beider Wasserwerke. Nur in Friedland gäbe es eine Enthärtungsanlage. Das weiche Wasser würde über den Hochbehälter Groß Schneen bis in eine Mischstation in Ballenhausen geliefert, wo es eins zu eins mit hartem Ballenhäuser Wasser gemischt würde. Das nördliche Versorgungsgebiet bekäme zwar immer noch Wasser der höchsten Härtestufe vier (25 GdH), müsste aber wie alle anderen bei Investitionen von 1,85 Millionen und Jahreskosten von 165 160 Euro 50 Cent zusätzlich zum aktuellen Wasserpreis zahlen. Die Kalksteinbildung, so Zech, sei aber wegen geringerer Carbonathärte (10 statt 12) gebannt.

Was der Kalkstein aus 40 Grad hartem Wasser anrichtet, zeigte in der Sitzung Paul Ristau, der ein fast verstopftes Rohrende und eine dicke Lage Kesselstein vorzeigte. Er und etliche Niedernjesaer drängen auf eine rasche Lösung, auch aus ökologischen Gründen. Erhitzen von Wasser im dicken Kalkmantel benötige um bis zu 25 Prozent mehr Energie.

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Ratssitzung

Die Rosdorfer haben es, viele Friedländer wollen es: weiches Wasser. Jetzt befasste sich der Rat der Gemeinde Friedland erneut mit dem viel diskutierten Thema. Dabei ging es allerdings noch nicht um einen Beschluss für oder gegen das kalkarme Trinkwasser, sondern wie das weitere Verfahren ablaufen soll.

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