Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Dritter Prozess-Anlauf gegen Kinderschänder

Versuchte Vergewaltigung Dritter Prozess-Anlauf gegen Kinderschänder

Ein elfjähriges Mädchen steht weinend alleine im Flur vor dem Gerichtsaal. Ihre Mutter wird zur selben Zeit vom Landgericht Göttingen als Zeugin befragt. Es ist bereits der dritte Prozessanlauf. Dem 41-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen versucht zu haben, das Mädchen im Oktober 2011 im Stadtpark Moringen zu vergewaltigen.

Voriger Artikel
Bioenergie: „Wunderbar für die Zukunft“
Nächster Artikel
Barrierefreier Wohnpark auf Festplatz geplant

Symbolbild

Quelle: dpa

Göttingen / Moringen. Laut Anklage habe er das Mädchen auf dem Spielplatz im Stadtpark über sexuelle Handlungen ausgefragt. Als das Mädchen versuchte zu fliehen, habe der Angeklagte sie am Handgelenk festgehalten und sie dabei verletzt. Erst das Einschreiten eines aufmerksamen Ehepaares veranlasste den Täter zur Flucht. Die beiden weitaus jüngeren Brüder des Opfers hatten schon vorher ohne Erfolg versucht, ihre Schwester von dem Mann loszubekommen.

Der Angeklagte ist kein unbeschriebenes Blatt. Er saß bis April 2011 vier Jahre lang in Haft – wegen Kindesmissbrauch. Die erste Verhandlung im März vor der Jugendschutzkammer des Landgerichts Göttingen, war bereits ausgesetzt worden, weil der Angeklagte einen psychiatrischen Gutachter abgelehnt hatte. Die Hauptverhandlung begann im Mai erneut. Der vorsitzende Richter erkrankte aber so schwer, dass auch dieser Prozess abgebrochen werden musste. Der Angeklagte wurde damals nach mehr als achtmonatiger Untersuchungshaft auf freien Fuß gesetzt, obwohl ihn der Psychiater weiterhin als eine Gefahr für die Öffentlichkeit ansah.

Der Kraftfahrer aus Hardegsen soll laut Anklage viermal gegen die Auflagen des Führungsaufsichtsbeschlusses verstoßen haben. So war ihm verboten, sich in der Nähe von Kindern aufzuhalten. Dennoch soll er sich an eine Frau mit zwei kleinen Kindern herangemacht haben und mehrfach mit der vierjährigen Tochter alleine in seinem Lastwagen für Stunden unterwegs gewesen sein.

Angeklagt ist nicht nur diese Tat. Zusätzlich steht eine ganz anders geartete Anklage im Raum. So soll der Angeklagte zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet sein, weil er eine Autofahrerin auf der A 39 derart genötigt habe, dass diese schließlich auf den Seitenstreifen ausweichen musste. Vorausgegangen war dichtes Auffahren, gefolgt von zweimaligem Ausbremsen.

sw

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial
Die Bilder der Woche vom 2. bis 8. Dezember
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt