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Drogenabhängiger Serieneinbrecher

Haft und Entziehung Drogenabhängiger Serieneinbrecher

Zu zweieinhalb Jahren Haft und Unterbringung in der Entziehungsanstalt hat das Amtsgericht Göttingen einen 40 Jahre alten Drogenabhängigen verurteilt. Der Mann aus Uslar hatte eine ganze Reihe von Einbrüchen in Göttingen und Uslar gestanden, die er zwischen dem 9. Februar und dem 8. März 2012 begangen hatte, als der vielfach Vorbestrafte wieder einmal für kurze Zeit auf freiem Fuß war.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Göttingen. Zu dieser, seiner x-ten Verhandlung vor dem Strafgericht, wird er bereits aus dem festen Haus des Landeskrankenhauses Moringen vorgeführt. Im hellen Hemd und schwarzem Pullover und mit seriöser Brille wirkt er unter den Juristen wie einer von ihnen – ein sportlich-lockerer Akademiker, der sich unbefangen einmischt in die Unterhaltungen von Staatsanwalt und Verteidiger.

Nachts aber, so gesteht er später, ist er ein Seriendieb, der sich aus der Beute den Drogenkonsum finanziert. Einbrüche in Wohnhäuser, eine Lagerhalle und eine Apotheke werden ihm vorgeworfen. Acht Anklagepunkte sind es diesmal. So soll er am Hagenweg in Göttingen in einen Fahrradkeller eingedrungen sein und ein Mountainbike und Orangensaft gestohlen haben. Aus einem Auto stahl er noch am selben Tag eine Jacke, zerschnitt in der Königsallee einen Maschendrahtzaun und drang später in das Büro einer Firma ein, wo ihn aber der ausgelöste Alarm vertrieb.

Die Ratsapotheke in Uslar war ein weiteres Ziel, wo er 780 Euro erbeutete und Schaden für weitere 1760 Euro anrichtete. In einer Arztpraxis richtete er ein andermal für 3000 Euro Schaden an. Und aus einem weiteren Keller stahl er 25 Flaschen Bier.

Der Anklageverlesung folgt erst einmal ein rechtliches Gespräch hinter verschlossenen Türen. Der Verteidiger will einen Drogenentzug für ihn erreichen. Alle Gefängnisstrafen haben bisher nicht gefruchtet. Stets folgte der Rückfall. Der Deal gelingt nach einem Blick in sein prall gefülltes Drogenregister und dem Gutachten eines Psychiaters. Zweieinhalb Jahre reichen, um ihn in einer geschlossenen Anstalt von seiner Drogensucht zu therapieren. So hofft das Schöffengericht.

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