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Durchsuchung bei Polizei beantragt

Erpresser-Prozess Durchsuchung bei Polizei beantragt

Faustdicke Überraschung im Prozess um den der Erpressung angeklagten Kickboxer Wissam Nasreddine: Gestern präsentierte einer der Ermittlungsbeamten der Polizei ein vom Mitangeklagten Marvin O. (29) geschriebenes Papier mit Notizen zu dessen belastender Aussage gegen Nasreddine.

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Quelle: dpa

Göttingen. Er will das Papier zufällig beim Schreddern in der Ablage für unwichtige Unterlagen gefunden haben. Die Notizen könnte man als eine Art schriftliches Geständnis werten. Sie könnten aber auch etwas ganz anderes bedeuten: Jene Notizen, die sich O. von dem gemacht haben will, was ihm die ermittelnden Polizisten in die Feder diktiert und was er darauf als Geständnis ins Tonband habe sprechen sollen.

Das jedenfalls sagt O., der vom ersten Prozesstag an die Polizisten bezichtigt, ihm sein Geständnis vorgegeben zu haben, um den Kickboxer zu belasten. Auch gestern wiederholte er in einer Erklärung seines Anwaltes den Vorwurf, zum Geständnis gepresst worden zu sein: Alles wurde „von der Polizei bis ins Detail erklärt, was ich sagen sollte. Es sollte so klingen, als ob ich es allein sage“. Die aufgetauchten Notizen seien Leitfaden für das Geständnis gewesen.

Pikant wirkt der Fund von O.s schriftlichen Aufzeichnungen, weil beide bisher vernommenen Ermittlungsbeamten auf kritische Fragen der Verteidigung, ob es weitere Unterlagen gebe, die nicht der Prozessakte beiliegen, dies strickt verneinten. Keiner erwähnte dabei die Existenz handschriftlicher Notizen O.s.

Die Verteidigung beantragte darauf beim Gericht, die Durchsuchung der Diensträume der beiden Polizisten im 3. Fachkommissariat anzuordnen, um weiteres Beweismaterial sicherzustellen. Entschieden ist darüber noch nicht.

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Erpressung

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