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Professionelle Spieler im Bildschirmduell

E-Sports live in Göttingen Professionelle Spieler im Bildschirmduell

Finaltag bei der „expert Herfag soccer challenge“ auf der Bühne im „Kauf Park“: Die 32 besten Spieler der Qualifikationen haben sich im virtuellen Fußballspiel „Pro Evolution Soccer 2018“ gemessen. Die Spannung war greifbar. „Zwei Niederlagen und man ist direkt draußen“, sagte der Deutsche Meister Mike Linden.

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Im virtuellen Fußball messen sich professionelle Spieler im „Kauf Park“.

Quelle: Niklas Richter

Göttingen. PES von Konami oder Fifa von EA Sports – es ist so eine Art Glaubensbekenntnis im virtuellen Fußball, für welche Seite sich ein Spieler entscheidet. „Fifa hat mehr Lizenzen und dadurch namhaftere Spieler“, erklärte Mike Linden, der unter dem Spielernamen „El Matador“ antritt und in einer der beiden Saisons auch den Vizeeuropameistertitel errang. PES gefalle ihm besser, „denn es ist variantenreicher und kommt dem Fußball näher“. Schließlich komme es darauf an, dass das Spiel gut ist und nicht, welche Lizenzen es dafür gibt. Anders sieht es der andere Deutsche Meister Mohamed „mo_aubameyang“ Harkous aus Bochum, der den Fifa-Titel gewinnen konnte. „PES war in den vergangenen Jahren nicht gut“, sagte er. Fifa sei auch nicht immer perfekt, aber auf jeden Fall besser. Auch die Reichweite sei viel größer. „Ja, Fifa ist das größere Spiel“, bestätigt Eldridge O’Niel, „aber ich mag Fifa nicht.“ Der Niederländer mit dem Spielernamen „E_C_ONEILL“ ist wie Linden Vizeeuropameister und gewann die Challenge bei der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Am Wochenende spielte er nun bei der kleinen Funkausstellung, die Herfag im „Kauf Park“ zeigt.

Für seinen Auftritt bei der „expert Herfag soccer challenge“ rechnete sich Harkous nicht besonders viel aus. „Ich kenne PES 18 nicht“, erläuterte er. „Wenn ich ein Jahr lang täglich sechs Stunden täglich trainieren würde, könnte ich mithalten“, sagte er. In seiner Disziplin trainiere er ein bis zwei Stunden täglich. Trotzdem überstand er die erste Runde, schied dann aber im Achtelfinale aus. Eine Runde weiter kam Mike Linden. Aber auch der Remscheider hatte vor Beginn der Finalrunde erzählt, vorrangig von den anderen Spielern lernen zu wollen. „Ich habe das Spiel selten gespielt.“ Ein privater Umzug und seine Arbeit hätten ihm nur wenig Zeit zum Training gelassen. Man könne zwar vom Spiel leben, aber man sollte es besser nicht.

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Die 32 besten Spieler der Qualifikationen messen sich am Finaltag der „expert Herfag soccer challenge“ in Göttingen.

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Linden ist Mitglied des zu Beginn des Finaltages der „expert Herfag soccer challenge“ präsentierten expert-Teams, das kürzlich neu gegründet wurde. Seine Mitstreiter sind Mehrab „MeroMen“ Esmailian und Pejam „payamjoon“ Zeinali. Insgesamt bestehe das E-Sports-Team von expert aus 60 Spielern aus acht Ländern, erklärte Moderator Uwe Sentner. Und es sei das einzige Team, das in einem Land beide Meister stelle. Allerdings würden nicht alle Spieler im Fußball antreten. Gespielt würden auch Spiele wie „Counterstrike“ und „League of Legends“. So sei auch der amtierende Weltmeister im Starcraft ein Teammitglied.

Nicht als Fußballexperten bezeichnete sich E-Sports-Kommentator Viktor Polster aus der Nähe von Moers. „Ich mache das als Hobby“, sagte er. Er kommentiere hauptsächlich den Ego-Shooter „Overwatch“. Doch trotzdem gefalle es ihm auch, die Fußballspiele zu kommentieren. „Ich bekomme auch immer einen Co-Moderator an die Seite gestellt“, erzählte er. In Göttingen war das unter anderem Mike Linden. Die Kommentare würden dazu beitragen, dass die Leute bei solchen Veranstaltungen nicht einfach weitergehen. Aber auch im Netz würden Kommentare das Spielerlebnis aufwerten. Schwierig sei manchmal, dass er über den parallel laufenden Chat direkte Rückmeldungen vom Publikum bekäme. „Das kann sich manchmal ganz schön hochschaukeln.“

2500 Euro für den Sieger

Adrian Maese („adrianmaese“) hat die „expert Herfag soccer challenge“ gewonnen. Als Preis nahm er 2500 Euro mit nach Hause. Im Finale siegte er gegen Christopher Maduro Morais („Christopher_PW“), der mit 1000 Euro für die Frankreich getröstet wurde. Im Spiel um Platz drei setze sich der zweite Spanier Alex Alguacil („alexalguacil_8“) gegen Yan Sonneveld („yansonneveld“) durch und gewann damit noch 500 Euro. Insgesamt waren 32 Spieler aus Deutschland, Spanien, England, Dänemark, den Niederlanden, Schweden, Österreich und Italien im K.o.System gegeneinander angetreten, um sich im virtuellen Fußballspiel „Pro Evolution Soccer 2018“ zu messen.

Von Rüdiger Franke

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