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EC-Karten-Betrug stark rückläufig

Kriminalbilanz EC-Karten-Betrug stark rückläufig

Den positiven Kriminalbilanzen in Direktion und Inspektion Göttingen setzt die Polizeiinspektion Northeim/Osterode noch eins drauf: Noch stärkere Abnahme der Zahl der Straftaten (minus 3,26 Prozent), noch höhere Aufklärungsquote (66,39 Prozent) und noch weniger Taten auf 100 000 Einwohner (5485). Das haben Inspektionsleiter Hans Walter Rusteberg und Kripochef Andreas Borchert gestern mit der Kriminalstatistik 2010 belegt.

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Polizisten und Panzerschrank: Borchert (l.) und Rusteberg.

Quelle: CK

Die Landkreise, so Rusteberg, seien „ausgesprochen sicher“, was wohl auch an der dezentralen Organisation mit 19 Dienststellen in der Fläche liege. Stark zurückgegangen sind Rohheitsdelikte (Körperverletzung), Sachbeschädigungen und Diebstähle. Besonders aus Kraftfahrzeugen werde wohl nur dann noch gestohlen, wenn sich Beute wie Laptops oder Handtaschen geradezu anbiete. An Autoradios oder Navigationsgeräten, die billig geworden sind und für die kein Markt mehr besteht, habe kein Dieb Interesse.
Weniger Diebstähle bedeuteten auch weniger gestohlene EC-Karten. Weil der Handel inzwischen ein Informationssystem betreibe, das anzeige, wenn eine an der Kasse benutzte Karte gesperrt ist, ist der EC- und Kreditkarten-Betrug zurückgegangen – von 170 auf nur noch 72 Fälle.

Das Minus an Fällen machte statistisch ein anderes Delikt wett: Beförderungserschleichung. Weil die Bahn schärfer die Fahrkarten kontrolliert, wurden aus einst rund 100 jetzt 180 Taten. Die Täter werden gleich mitgeliefert, was sich positiv auf die Aufklärung auswirkt und die Anzahl der Betrugsdelikte steigen lässt. Stetig ansteigend ist auch in Northeim die Zahl der Betrugsfälle im Internet, etwa durch Ebay-Angebote, die nicht geliefert werden. Weil überdies eine private Arbeitsvermittlerin in 63 Fällen Vermittlungsfälle vortäuschte, um Provisionen der Bundesanstalt für Arbeit zu erhalten, gehören die Betrugsfälle zu den Delikten mit Zuwachsrate.
Ebenso Tageswohnungseinbrüche, auch wenn Einbrüche insgesamt eher rückläufig waren. Ein erneutes Plus gab es auch bei Widerstandshandlungen, besonders viele durch alkoholisierte Jugendliche.
Für 2011, so Rusteberg, habe man sich vorgenommen, die Tatortarbeit zu verbessern, Fahrzeuge besser auszustatten und Personal fortzubilden, um noch früher sorgfältig Spurensicherung betreiben zu können. Das verbessere die Quote in Bereichen, die als „aufklärungsungünstig“ gelten.

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