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Eikenberg fordert für „Wahrnehmungsstörung“ eine Entschuldigung

„Das ist ja unverschämt“ Eikenberg fordert für „Wahrnehmungsstörung“ eine Entschuldigung

Dieter Eikenberg (Grüne) regt sich gerne mal auf. Kaum ein Antrag oder Kommentar, bei dem der Ratspolitiker nicht die Stimme erhebt oder mit der Faust auf den Tisch schlägt. Was allerdings im jüngsten Finanzausschuss geschah, das war auch für seine Verhältnisse bemerkenswert. Mit bebender Stimme und hoch rotem Kopf saß er da und spie die Worte „das ist ja unverschämt“ wie Gift aus.

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Quelle: dpa/Stratenschulte (Symbolbild)

Rosdorf. Vorangegangen war Eikenbergs Gefühlsausbruch eine – mal wieder – hitzig geführte Debatte über die Finanzierung des Festes der 20 Jahre währenden Partnerschaft zwischen Zubri und Rosdorf im nächsten Jahr. Politiker aller Gruppen hatten sich – mal wieder – gegenseitig Unvermögen und Unkenntnis vorgeworfen.

Traurige Pointe dieses emotionalen Schlagabtauschs war eine Replik des Ausschussvorsitzenden Jörg Kunkel (SPD) auf einen Beitrag von Eikenberg, in der er dem Grünen-Politiker „Wahrnehmungsprobleme“ unterstellte. Daraufhin ging ein empörtes Raunen durch die Reihen von CDU und Grünen, die im Rat eine Gruppe bilden.

Damit aber war der Streit noch lange nicht vorbei. Nach dem letzten Tagesordnungspunkt ergriff Eikenberg das Wort. Nicht laut zwar, dafür aber umso eindringlicher richtete er sich direkt an Kunkel. „Ich bin für heiße Diskussionen“, betonte Eikenberg. Und auch dass Kunkel ihn ständig väterlich mit „mein lieber Herr Eikenberg“ anspreche, könne er verschmerzen. „Aber Wahrnehmungsstörung“, echauffierte sich Eikenberg jetzt doch wieder merklich lauter, „dafür erwarte ich eine Entschuldigung – lieber Herr Kunkel.“

Der Begriff sei sicherlich nicht glücklich gewählt gewesen, räumte dieser zerknirscht ein. „Aber Sie haben mich auch nicht richtig zitiert.“ Immer wieder drehe ihm Eikenberg das Wort im Mund herum. Aber, so Kunkel, „für den Begriff entschuldige ich mich.“

Damit war zwar die Sitzung zu Ende. Das Thema Partnerschaftsfest ist aber noch lange nicht vom Tisch. Auch wenn es mittlerweile erfolgversprechende Neuigkeiten gibt. So führte Bürgermeister Harald Grahovac (SPD) aus, dass es Sparpotenzial gebe: Den Festakt könne man von der Landkreis-Sporthalle in die Turnhalle verlegen; die Gäste könne man statt im Gasthaus im Gemeindezentrum von einem Caterer verköstigen lassen; die Dampferfahrt sollte entfallen.

Außerdem seien erste Sponsorengelder eingegangen, darunter ein Betrag über 1500 Euro. Außerdem habe sich der Bürgermeister aus Zubri bei ihm gemeldet. Den Freunden aus Tschechien würde es demnach nichts ausmachen, auch in kleinerer Formation anzureisen. Die Rosdorfer könnten also ganz gelassen bleiben.

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