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Ein Hänger mit Faltzelt ist genug für den Urlaub

Campingplatz Hoher Hagen Ein Hänger mit Faltzelt ist genug für den Urlaub

Ein flacher Anhänger mit zusammengefalteten Zeltwänden – mehr ist nicht nötig, um in den Urlaub zu fahren. Beim größten Falter- und Klappertreffen des Klappcaravanforums kamen am Wochenende, 23. und 24.Mai, in Dransfeld mehr als 170 Klapperfreunde mit 60 Gespannen auf dem Campingplatz Hoher Hagen zusammen.

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Aus Freiberg in Sachsen-Anhalt angereist: Michael und Silvia Paudler in ihrem Klappfix 64 beim Klappcaravantreffen.

Quelle: Heller

Nicht nur aus Süddeutschland, Berlin oder Ostfriesland sind Klappcaravan-besitzer angereist, sondern auch aus der Schweiz und den Niederlanden. Die Freunde des etwas rustikaleren Urlaubs sind gut vernetzt und organisieren über das Internet mehrere Treffen im Jahr. Für ihr bislang größtes Treffen suchten sie sich in der Mitte Deutschlands den familienfreundlichen Campingplatz auf den Hohen Hagen aus. 

In einen flachen Anhänger mit zusammengeklapptem Wohnwagen oder zusammengefaltetem Zelt passt nicht wirklich viel. „Was man braucht, ist alles drin“, meint Heinz-Wilhelm Schnieders aus Aurich. „Auf einem Campingplatz braucht man keinen Luxus, sonst kann man gleich ins Hotel gehen.“ 

Faltanleitung für Anfänger

Für die 70 Meter lange Käsetafel der Gäste und die Grilltafel gab es glücklicherweise keine Gewitter mehr. Auf dem Flohmarkt finden sich neben Kinderspielen viele Technikteile. Irgendjemand hat immer etwas Passendes für die alten Gespanne dabei. Es gebe zwar auch Fachsimpeleien, „aber die Menschen stehen im Mittelpunkt“, sagt Jörg Schulze aus der Nähe von Berlin. „Das ist das, was mir besonders gefällt.“ 

Hergestellt werden die leichten Gespanne kaum noch, nur noch in England. Zum Glück gibt es aber noch viele alte aus den Hochzeiten der Faltcaravane, den 60er Jahren, wie den Klapp-Fix aus der früheren DDR aus dem Jahr 1964. Im Internetforum gibt es mittlerweile detaillierte Aufbauanleitungen für fast jedes Modell. Sogar der über 80-jährige Chefkonstrukteur des Klapp-Fix-Nachfolgers Camptourist werde auf seinem Dachboden nach Zeichnungen suchen, erzählt Axel Engmann. Der passionierte VW-Bus-Fahrer stieß erst vor einem Jahr zu den Leichtgespann-Fans. Durch Zufall kam er an einen Faltcaravan für 100 Euro und stieß auf das Internetforum. „Die Szene in Deutschland wird merklich größer, so der Odenwälder: „Durch die Modellvielfalt ist für jeden etwas dabei.“ 

Aus der Schweiz, aus der Nähe von Luzern, sind auch Max und Irène Aeschliman angereist. Sie sind auf Urlaubsreise und wollen noch an die Ostsee, bevor es mit dem Zug von Hamburg aus zurückgeht. „Eine wunderschöne Gegend hier“, ist der 67-Jährige beeindruckt. Auf jeden Fall sollte man Europa kennenlernen, bevor man in der Welt herumreist, findet der frühere Leiter einer Behindertenwerkstatt, der später dann als Zugführer Touristen mit der steilsten Zahnradbahn der Welt bei Luzern kutschierte. 

Von Gerald Kräft

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