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„Ein starkes Stück“

Verurteilung „Ein starkes Stück“

Mit seinem 45. Geburtstag begann sein neues Leben. Am Tag davor ist der drogenabhängige Göttinger vom Landgericht zu drei Jahren und neun Monaten Freiheitsentzug verurteilt worden.

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Göttingen . Die Strafe fiel trotz umfassenden Geständnisses hoch aus, weil es Vorstrafen gab und der Angeklagte zwei Gas- beziehungsweise Schreckschussrevolver griffbereit hatte, wenn er in seiner Wohnung Marihuana oder Amphetamine verkaufte.

Und weil es die Drogensucht war, die ihn dazu trieb, brachte ihn das Gericht gleich noch in einer Entziehungsanstalt unter.

Aufgeflogen war der Dealer nach einem anonymen Hinweis. Am 12. April stand dann die Polizei vor der Tür, durchsuchte die Wohnung und fand 470 Gramm Marihuana und 73 Gramm Amphetamine – genug, um damit zu handeln und es nicht nur für sich selbst zu verbrauchen. Feinwaage, Tütchen, Folien und typisches Dealergeld sprachen zudem für Drogenhandel.

Vor Gericht dann drohte eine massive Strafe, zumal der Staatsanwalt von einem „starken Stück“ sprach, schließlich habe der Mann weiter gedealt, obwohl er gerade erst zwei Monate vor der Durchsuchung zu 20 Monaten auf Bewährung verurteilt worden war. Das Gericht aber bewertete das umfassende Geständnis höher, zumal es glaubhaft wirkte und er dabei sogar den Namen seines Lieferanten offenbart hatte.

Der Angeklagte ist zudem gerade Vater geworden. Man glaubte ihm, dass er jetzt sein Leben ändern will, damit er drogenfrei ist, wenn ihn sein Kind nach der Therapie endlich kennenlernen kann.

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