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Gedenktafel erinnert an Mathematiker

Professor Paul Bernays Gedenktafel erinnert an Mathematiker

Paul Bernays war ein international bedeutender Mathematiker, der bis 1933 in Göttingen an der Seite von David Hilbert lehrte und forschte. Mit diesem gab er gemeinsam das Standardwerk "Grundlagen der Mathematik" heraus. An seinem einstigen Wohnhaus erinnert nun eine Gedenktafel an den Mathematiker Bernays.

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Zu Ehren des Mathematikers Paul Bernays enthüllt die Göttinger Kulturdzernentin Petra Broistedt, zusammen mit Prof. Dr. Michael Rathjen (Laudatio) eine Gedenktafel am Haus im Nikolausberger Weg 43.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Von 1917 bis 1925 lebte Bernays in dem Haus am Nikolausberger Weg 43, erzählte Kulturdezernentin Petra Broistedt den Gästen, die zur Enthüllung der Tafel gekommen waren. Darunter befanden sich zahlreiche Mathematikstudenten aus unterschiedlichen Ländern, die als Teilnehmer der "Hilbert Bernays Summer School on Logic and Computation" zurzeit Gäste des Mathematischen Instituts der Georgia Augusta sind. Broistedt dankte den Antragstellern Reinhard Kahle, Ulrich Stuhler und Michael Rathjen sowie dem Eigentümer des Gebäudes, dem Stift Alt- und Neu-Bethlehem.

Alleinstellungsmerkmal Göttingens

Die Göttinger Gedenktafeln seien "gelebte Stadtgeschichte", sagte sie. Weit mehr als 300 Tafeln mit den Namen unterschiedlicher Persönlichkeiten gebe es in der Stadt. Mit Bernays, der nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten Göttingen und Deutschland verlassen musste, sei nun der 22. Mathematiker hinzugekommen. Zuvor hatte bereits Ernst Böhme, Leiter des Göttinger Stadtarchivs, das für die Gedenktafeln zuständig ist, die auf den ehemaligen Oberbürgermeister Georg Merkel zurückgehende Tradition als ein "Alleinstellungsmerkmal" Göttingens bezeichnet.

Bevor die Gedenktafel unter Applaus enthüllt wurde, hielt noch der Mitinitiator und Mathematikprofessor Michael Rathjen von der Universität Leeds eine Laudatio auf Bernays und betonte sowohl dessen Bedeutung für die Mathematik als auch seine menschliche Seite. Göttingen sei zu Bernays' Zeit ein "Weltzentrum für Mathematik und Physik" gewesen, sagte Rathjen. mze

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