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Eine Reise in das Zukunftsdorf

Theaterprojekt Eine Reise in das Zukunftsdorf

Es ist ein Experiment, eine Bürgerbühne, die sich in alle vier Himmelsrichtungen im Landkreis verteilen soll - bis sie wieder zusammengeführt wird. Das freie Theater „Boat People Projekt“ plant dieses interaktive Stück zum zukünftigen Leben im dörflichen Raum. Alle Interessierten dürfen mitmachen.

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Landkreis. „Die vier Dörfer stehen noch nicht fest, wir gucken uns gerade noch verschiedene Schauplätze an“, sagt Nina de la Chevallerie, Regisseurin beim Boat People Projekt. Klar sei jedoch schon, dass sie in alle vier Himmelsrichtungen im Landkreis verteilt sein sollen. Denn: Für dieses Bürger-Theaterstück wird nicht nur an einem Ort geprobt, sondern gleich an vieren. In diesen vier Dörfern würden die Teilnehmenden ab Mitte Oktober einmal wöchentlich unter der Leitung von vier Künstlern zusammenkommen, Ideen entwickeln und proben, erzählt de la Chevallerie. Im April würden die erarbeiteten Szenen dann in einer Intensiv-Probenwoche mit einem Regieteam zusammengebracht, bevor das Stück schließlich aufgeführt werde.

Erfahrung mit Bürger-Bühnenprojekten

„Wir machen das zum ersten mal im Landkreis und sind sehr neugierig darauf“, sagt die Regisseurin. Das Boat People Projekt habe aber bereits Erfahrung mit Bürger-Bühnenprojekten. Zuletzt wurde die Händel-Jugendoper, die während der Festspiele im Mai mehrmals aufgeführt wurde, in so einem Format entwickelt - sehr erfolgreich, wie sich zeigte.

Mitmachen und einbringen dürfen sich nicht nur Bewohner der dann ausgewählten vier Dörfer, sondern alle Interessierten aus Göttingen und dem Landkreis, die mindestens zwölf Jahre alt sind. „Deswegen sollen die Dörfer auch gut im Landkreis verteilt sein“, erklärt de la Chevallerie. Leitende Dramaturgin für das Theater zum Mitmachen wird Nicola Bongard sein.

Das Endprodukt werde aber keine Aneinanderreihung von vier verschiedenen Stücken aus den vier Dörfern, „es wird schon ein großes Ganzes am Ende“, erklärt de la Chevallerie. Dabei werde es grob um die Frage „Wie wollen wir zusammenleben?“ gehen, Utopien würden gebildet, aber auch „fantastische Ausflüge“ unternommen.

Das Besondere im Vergleich mit Profi-Produktionen sei vor allem die Zusammensetzung der Gruppe(n). „Die Zusammensetzung kann man nicht kontrollieren, das ist ein spannender Prozess und davon lebt das Ergebnis“, freut sich de la Chevallerie schon auf den Start des Projekts. Aufgeführt werde das Stück im Frühling 2018 dann in mindestens einem der ausgewählten Dörfer.

Wer mehr über das Projekt wissen und eventuell mitmachen will, sollte am Mittwoch, 6. September, in das Theater im ehemaligen IWF, Nonnenstieg 72, kommen. Ab 19 Uhr stellt sich dort das Team vor, erklärt das Konzept näher und beantwortet Fragen.

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