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Einigung im Göttinger Schulstreit um Anmeldungen

Künftig ein Termin Einigung im Göttinger Schulstreit um Anmeldungen

Für die Gesamtschulen und Gymnasien in Göttingen wird es künftig nur noch gemeinsame Anmeldetage geben. Darauf haben sich Schulleiter und die Stadt als Entscheidungsgremium verständigt. Der langjährige Streit um getrennte Termine mit Vorrang für die Gesamtschulen ist damit beigelegt.

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Der Schulstreit um Anmeldetermine in Göttingen ist beigelegt.

Quelle: dpa

Göttingen, Göttingen. „Es war ein sehr gutes Gespräch, bei dem alle aufeinander zugegangen sind“, kommentierte Göttingens Schuldezernent Siegfried Lieske das Ergebnis der Runde mit allen Schulleitungen am Dienstagabend. Unter Federführung der Landesschulbehörde hatten sie sich zum zweiten Mal getroffen, um den Terminstreit aufzulösen. Fazit: Im kommenden Jahr wird es am 2. und 3. Mai erstmals gemeinsame Anmeldetage geben.

Zweite Chance bei zweitem Termin

Zum Hintergrund: Nach der Grundschule wechseln die Kinder an eine weiterführende Schule. In Göttingen haben sie die Wahl zwischen vier Gesamtschulen inklusive der IGS Bovenden und fünf Gymnasien. Bisher konnten Eltern ihr Kind zunächst bei einer der Gesamtschulen anmelden. Wurden sie an ihrer Wunschschule abgelehnt, haben sich viele an einem ebenfalls festgelegten Termin zwei Wochen später an die Gymnasien gewandt.

Gegen diese Terminteilung hatten vor allem die Gymnasien immer wieder protestiert. Sie sehen darin eine Bevorzugung der Gesamtschulen und beklagten, dass Eltern zunehmend leistungsschwache Kinder an einem Gymnasium anmelden und sie damit überfordern. Aus Protest hatten die Gymnasien in diesem Jahr parallel zum offiziellen Anmeldetermin der Gesamtschulen eigene sogenannte Reservierungstage angeboten.

Die Leiterin des Theodor-Heuß-Gymnasiums, Ulrike Koller, begrüßte die Entscheidung auch als Sprecherin aller Göttinger Gymnasialschulleiter. Mit den Reservierungstagen hätten die Gymnasien bewiesen, dass ein gemeinsamer Anmeldetermin „geordnet ablaufen kann“.

„Passgenaue Wege für die Kinder“

Auch der Leiter der „Neuen IGS“, Lars Hummrich, äußerte sich zufrieden und ergänzte: „Denn wir haben auch klar gesagt, dass wir für die Anmeldungen und anschließende Verteilung gemeinsam ein sinnvolles Verfahren erarbeiten wollen, um die bisherigen Probleme zu verhindern.“ Alle seien jetzt gewillt, gemeinsam passgenaue Wege für alle Kinder anzubieten, ergänzte Lieske. Diskutiert werden solle während einer längeren Klausur auch, „wie die große Aufgabe der Inklusion und Integration besser verteilt werden kann“.

Kritik gibt es hingegen vom Leiter der IGS in Geismar, Wolfgang Vogelsaenger. „Ich weiß jetzt schon wie viele Eltern sich bitter beklagen werden, wenn sie bei uns keinen Platz, aber auch keine zweite Chance für eine Anmeldung an einem Gymnasium bekommen.“ Zugleich forderte er die Gymnasien auf, sich mehr im Bereich Inklusion behinderter Kinder einzubringen.

 

Von Ulrich Schubert

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