Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Schneeregen

Navigation:
Elf Prozent mehr für Rest- und Bioabfall

Müllgebühren Elf Prozent mehr für Rest- und Bioabfall

Gerade erst haben viele Bürger eine Rückzahlung erhalten, da sollen sie schon wieder deutlich höhere Müllgebühren zahlen – im Schnitt elf Prozent mehr. Auch die Beseitigung von Abwasser wird um 6,2 Prozent teurer.

Ein Grund für den Preisanstieg im Müllbereich sind eben jene von der Stadt verlorenen Klagen, die zu der Rückzahlung führten. Eine weitere Ursache in beiden Bereichen ist die Sparsamkeit der Göttinger: Sie verbrauchen zu wenig Wasser und produzieren weniger Müll, während die Kosten für Technik und Personal steigen. Kleiner Trost: Die Gebühr für Straßenreinigung wird 2010 um 3,4 Prozent gesenkt, die Gebühr für Regenwasserkanalisation um 3,6 Prozent.

Jährlich müssen die städtische Entsorgungsbetriebe die Gebühren für Müll- und Abwasserbeseitigung neu kalkulieren. Dabei müssen die Gebührensätze so festgesetzt werden, dass die erwarteten Einnahmen im nächsten Jahr die tatsächlichen Ausgaben decken. Das geht manchmal nicht genau auf. Bisher haben die Eigenbetriebe oft auch Überschüsse gehabt und konnten neue Gebührensätze dann niedriger halten.

Das geht 2010 nicht mehr auf. Erstens sind die sogenannten Kostenträgermengen – die Müllmenge und die Frischwasser-Menge – gesunken. Die Kosten müssen also auf weniger umverteilt werden. Zweitens zieht die finanziell gebeutelte Stadt aus ihren Entsorgungsbetrieben mehr Geld für ihren Etat – laut Ratsbeschluss vom Februar 2,37 Millionen Euro. Drittens ist die Stadt gerichtlich verdonnert worden, ihre Müllgebühren umzustricken – auch für die Vorjahre. Rückzahlungen und Gerichtsverfahren aber gehen jetzt zu Lasten der sonst einbezogenen Überschüsse. Hinzu kommen steigende Lohntarife, höhere Kosten an die regionale Mülldeponie in Deiderode und andere kleinere Faktoren.

Müllgebühr

11 Prozent mehr für die Müllentsorgung bedeutet bei Nutzung einer grauen 80-Liter-Tonne für Restabfall 92,68 Euro im Jahr statt jetzt 83,20 Euro. Vor dem Gerichturteil mussten Familien dafür allerdings noch 124,30 Euro zahlen. Die Gebühr für die Biotonne steigt gegenüber 2009 bei einem 80-Liter-Behälter von 49,92 Euro auf 55,61 Euro – früher waren es gar 124,30 Euro. Große 1100-Liter-Container für Restabfall kosten künftig 1548,78 Euro statt 2288 Euro im Jahr. Hausgemeinschaften zahlten dafür früher allerdings deutlich weniger.

Ein Haushalt mit vier Personen und je einer 80-Liter-Tonne für Rest- und Biomüll zahlt also ab 2010 148,29 statt jetzt 133,12 Euro. 30 Personen in einem Wohnblock müssen mit großem Container und grünem 300-Liter-Behälter 2757,32 statt 2475,20 Euro zahlen. Zum Vergleich noch andere Jahresgebühren: 40 Liter Restabfall 46,43 Euro, Biotonne 27,80 Euro; 240 Liter Restabfall 278,05, als Biotonne 166,83 Euro. Offen ist noch ob es künftig auch eine Saisonbiotonne nur für die Sommermonate geben wird.

Die Straßenreinigung kostet nach der Senkung um 3,4 Prozent künftig in den Reinigungsklasse I bis IV je Meter 4,52 Euro, 9,04 Euro, 13,56 Euro und 31,64 Euro. Für die Beseitigung des Schmutzwassers über Kanalisation und Kläranlage müssen Göttinger künftig 2,23 Euro je Kubikmeter verbrauchten Frischwassers zahlen – also 13 Cent mehr. Das seien 0,223 Cent je Liter für Planen, Bauen, Ableiten und Entsorgen, betonte René Apel von den Entsorgungsbetrieben im Werksausschuss für Umweltdienste des Rates.

Regenwasser

Der Gebührensatz für Regenwasserbeseitigung von befestigten Flächen sinkt von 56 auf 54 Cent je Quadratmeter. Der Ausschuss will die Gebührensätze im November beschließen, abschließend entscheidet der Rat der Stadt.

us

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Anzeigenspezial
Bilder der Woche 6. bis 12. Januar
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt