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Elfriede und Karl Dickehuth feiern eiserne Hochzeit

Seit 65 Jahren verheiratet Elfriede und Karl Dickehuth feiern eiserne Hochzeit

„Ja, das war ein schöner Sommer“, schwärmt Elfriede Dickehuth – vom wunderbaren Wetter damals, von der guten Ernte, die wenigstens viel auf den Tisch brachte und von der großen Feier. Aus Göttingen war extra ein Fotograf gekommen, mit der Gartetalbahn.

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Feiern heute eiserne Hochzeit: Karl und Elfriede Dickehuth vor ihrem Haus in Diemarden.

Quelle: SPF

Diemarden. „Und wir hatten den ganzen Tag noch eine Person mehr am Tisch“, fügt ihr Ehemann Karl mit bedeutungsvoller Mine und eindeutigem Fingerzeichen für eine knappe Kasse an. „Krieg doch mol dat Album her“, sagt sie – wie immer im vertrauten Miteinander auf Platt. Und dann liegt das große alte Foto auf dem Tisch: Elfriede ganz in Weiß, Karl im schicken Anzug, beide umrahmt von der großen Familie. „Das war hier hinten im Garten“, zeigt die Braut. Ihr Kleid und seine schwarzen Schuhe waren geliehen, „wir hatten ja nix“. Sie hatten nichts, aber waren doch glücklich – und das inzwischen seit 65 Jahren. Heute feiern Elfriede und Karl Dickehuth eiserne Hochzeit.

„Dieser Tag ist ein Geschenk“, sagt Elfriede Dickehuth zu ihrem seltenen Jubeltag. Ein Geschenk, weil beide mit 87 Jahren trotz einiger Mühen noch fit genug sind, um weitgehend alleine klar zu kommen („Meine Frau macht den Haushalt und kocht“, „Der Vater holt alles her“). Ein Geschenk, weil von den sieben Paaren, die 1947 in dem kleinen Dorf Diemarden mit gerade einmal 100 Häusern heirateten, nur die Dickehuths bis heute vereint sind.

Und das sind sie eigentlich schon viel länger: Beide stammen aus Diemarden, sind dort aufgewachsen und gemeinsam konfirmiert worden. Sieben Kinder in den kargen Nachkriegsjahren, 14 Enkelkinder und inzwischen 16 Urenkel haben es nicht immer leicht gemacht. Aber es hat ihr Leben bereichert. Ein Leben voller Arbeit: für Karl als Maurer in Göttingen, beim Umbau ihres Elternhauses, mit dem großen Gartenland, Schweinen, Hühnern und Kühen zur Selbstversorgung.

„Vor lauter Arbeit kam man nicht auf dumme Gedanken“, verrät der Gatte das Eisen-Rezept ihrer Ehe. „Für die Kinder musste man sich natürlich schon immer irgendwie vertragen“, fügt die Gattin an. Und die eifern dem offenbar nach, das zeigen viele weitere Hochzeitsbilder der Kinder und auch Enkelkinder. Nicht im Album, sondern an der Wohnzimmerwand hinter dem fröhlichen und fitten Jubiläumspaar.

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