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Ellershausen: Ärger über Datenstau wächst

Langsames Internet Ellershausen: Ärger über Datenstau wächst

Nicht nur in Ellershausen werden Bewohner über tröpfelnde Daten im Internet und abbrechende Verbindungen langsam sauer. Die höchstmögliche Datenrate beträgt immer noch nur 384 kbit/s. Seit eineinhalb Jahren sind keine Neuanschlüsse mehr möglich, und es gibt mit der Telekom nur einen Anbieter.

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Von schnellen Internetanschlüssen können im Landkreis viele nur träumen: In Ellershausen gibt es in der Theorie maximal 384 Kilobit.

Quelle: CM

Ellershausen. Die Kosten einer Flatrate für Internet und Telefon betragen etwa 40 Euro im Monat.

Die meisten der rund 120 Haushalte in Ellershausen wollen das nicht mehr länger hinnehmen. Bereits in der jüngsten Ratssitzung machten die Initiatoren einer Bürgerinitiative, Erich Schmalle, Joachim Bertram und Susanne Dlugowski, ihrem Ärger Luft. Bei einer ersten Versammlung mit rund 60 Bürgern war das Dorfgemeinschaftshaus eng besetzt. Dieses große Interesse zeige, so Dlugowski, „dass sich die Bewohner des Dorfes nicht vom Internet abhängen lassen wollen“.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Ronald Schminke motivierte mit dem Motto „Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt“. Eine gute Anbindung an das Internet sei wichtig für den ländlichen Raum, für alle Gewerbetreibenden und mittlerweile auch für alle Schüler, so Dlugowski. „Alle Bewohner des Dorfes wollen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.“

Eine in Aussicht gestellte Funklösung lehnt die Initiative als zu unsicher und als nicht ausbaufähig ab . Die Technik sei schon jetzt veraltet. Die Initiative plant eine nächste Versammlung zwischen Ostern und Ende April mit Telekom, Landkreis und Gemeinderat. Bis dahin sollen eine Bestandsaufnahme gemacht und Forderungen formuliert werden.

Für eine Funklösung in Ellershausen und Teilen von Varlosen gibt es ein Angebot. Die Gemeinde Niemetal wäre mit zehn Prozent der Kosten und etwa 7000 Euro in Ellershausen dabei. Ohne Förderung selbst ein teures Kabel zu verlegen, kann sich die Gemeinde aus Sicht des Rates nicht leisten.

Über den Landkreis sind bereits Zuschussanträge von Gemeinden für ein Förderprogramm gestellt: Adelebsen (für Lödingsen), Bovenden (Emmenhausen, Harste), Niemetal (Ellershausen, Varlosen), Friedland (Groß Schneen), Gleichen (Diemarden, Niedeck, Gelliehausen, Beienrode), Göttingen (Elliehausen, Esebeck, Hetjershausen, Knutbühren), Münden (Wiershausen, Glashütte, Bursfelde, Mielenhausen), Staufenberg (Uschlag, Speele, Spiekershausen).

Das Land will dem Landkreis zufolge in der zweiten Aprilwoche Ergebnisse der Kostenprüfung mitteilen. Weitere Zuwendungsanträge von Gemeinden für ein anderes Förderprogramm sind in Vorbereitung : Adelebsen (für Erbsen), Duderstadt (Mingerode, Immingerode), Friedland (Ballenhausen), Bilshausen, Bodensee, Obernfeld, Rüdershausen, Wollbrandshausen. Für Bördel und Ossenfeld zog die Stadt Dransfeld zurück.

Stau im Internet: Protestversammlung in Ellershausen. EF

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