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Eltern fordern offene Schulbezirke

Initiative Eltern fordern offene Schulbezirke

Elternbefragung, Gespräche mit Kreistagsfraktionen, Unterstützung aus der politischen Samtgemeinde und jetzt eine Protestaktion: Eltern aus dem Raum Dransfeld machen immer mehr mobil, damit sie ihre Kinder künftig auch an weiterführende Schulen in Göttingen schicken dürfen – vor allem an dortige Gymnasien und Gesamtschulen.

Dass das etliche Eltern wollen, hat ihre Befragung an der Dransfelder Grundschule bestätigt. Mehr Rückendeckung wollen sie während einer Protest- und Plakataktion am heutigen Sonnabend, 31. Oktober, mobilisieren. Beginn ist um 12.30 Uhr an der Dransfelder St. Martinikirche.

Es geht der Initiative um Gleichbehandlung, Stärkung des ländlichen Raumes und vor allem um gute Bedingungen für Familien. Wollen Kinder aus Dransfeld nach Klasse vier ein Gymnasium besuchen, können sie zurzeit nur das Mündener Grotefend-Gymnasium wählen. Auch die Göttinger Gesamtschulen sind ihnen nach Vorgaben des Landkreises und der Stadt Göttingen verwehrt. Der Kreis will damit vor allem verhindern, dass seine Schulen durch Schülerschwund geschwächt werden. Auch das Grotefend-Gymnasium hat während einer Sitzung des Kreisschulausschusses darauf hingewiesen, dass bei geringerer Schülerzahl weniger Lehrer zugewiesen würden und eine optimale Profilbildung in der Oberstufe dann nur schwer zu erreichen sei. Frühere ähnliche Anläufe von Dransfelder Eltern hat der Kreistag immer wieder abgewiesen.

178 Eltern-Antworten

Die jetzige Initiative setzt mehr auf die Familienstärkung als auf den Bildungsaspekt. Sie bescheinigt dem Mündener Gymnasium gute Arbeit. Aber viele Eltern hätten ihren eigentlichen Lebensmittelpunkt durch ihren Beruf in Göttingen. Eine tragbare Familienorganisation und optimale Betreuung der Kinder sei dabei kaum möglich, wenn die Kinder eine Schule in entgegengesetzter Himmelsrichtung besuchen müssten. Dass viele Eltern ähnlich denken, zeige ihre Umfrage an der Dransfelder Grundschule. Danach würde von 44,4 Prozent aller dort ein Elternteil in Göttingen arbeiten, von 33,1 Prozent gar beide Elternteile. Die Rücklaufquote habe mit 178 Antwortbögen 77,1 Prozent betragen. Und aus dem 4. Jahrgang würden von 50 erreichten Kindern, 26 ein Gymnasium und 14 eine Gesamtschule in Göttingen anstreben. Fünf tendierten zum Mündener Gymnasium.

Die Initiative bezweifelt, dass das große Grotefend-Gymnasium mit etwa 1200 Schülern in fünf Klassen je Jahrgang gefährdet sei, wenn einige Kinder abwanderten. Inzwischen sieht auch die Samtgemeinde Dransfeld in der derzeitigen Schulbezirksregelung „eine Ungleichbehandlung der Dransfelder Eltern und eine Benachteiligung des ländlichen Raumes“. Das hat ihr Bürgermeister Thomas Galla in einem Brief an Landrat Reinhard Schermann (CDU) gesagt.

us

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