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Weg mit dem Nuckel!

Schnullerbaumfest Weg mit dem Nuckel!

Manche haben sie noch im Mund, manche tragen sie schon in der Hand an einem Band, aber abgeben müssen sie sie alle: Beim elften Schnullerbaumfest im Cheltenham-Park haben sich rund 40 Kinder gemeinsam mit ihren Eltern von ihrem Schnuller verabschiedet. Sie hängten die Nuckel dort an einen Baum.

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Isabell Grasme-Leineweber aus Bovenden

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die zweijährige Marie Froehlich hat es schon geschafft: Gemeinsam mit ihrer Mama und ihrem Papa ist sie  mit dem Hubsteiger hoch in den Baum gefahren und hat ihren Schnuller dort an einen Ast gehängt. Er ist dort nicht allein, schon von Aktionen der vergangenen Jahre – 2010 wurde das erste Schnullerbaumfest gefeiert – hängen hier so einige Exemplare. Noch ist Marie ganz entspannt. „Das wird eher heute Abend ein Problem“, vermutet ihre Mutter Sandra Froehlich. Sie habe bereits mit ihrem älteren Sohn im Park einen Schnuller verabschiedet. „Das ist ein guter Anlass“, findet sie.

Urkunden fürs Schnuller-Abgeben

Jedes Kind, das seinen Nuckel bei diesem Fest abgibt, bekommt danach eine Urkunde, unterschrieben von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. „Damals ist jemand auf uns zugekommen, der ein Schnullerfest aus einer anderen Stadt kannte, und hat uns gefragt, ob man so was nicht auch mal in Göttingen machen könnte“, erzählt Margarete Siebert von der Stadt Göttingen. Organisiert wird das Fest seitdem vom Fachbereich Jugend der Stadt Göttingen.

Elftes Schnullerbaumfest im Göttinger Cheltenham-Park

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„Es wird sehr gut angenommen“, sagt Siebert über diesen festlichen Anlass, um den Nuckel endlich loszuwerden. Die Eltern können sich und ihre Kinder vorab anmelden, aber auch noch spontan auf dem Fest erscheinen. „Es gibt schon Proteste und Tränen, aber den Schnuller abgegeben hat bisher jedes Kind“, sagt Siebert. Das große Drama komme oft erst abends beim ins Bett gehen.

Auf den Baum statt in den Müll

Melanie von Daack hat schon mal versucht, ihrem Kind den Schnuller abzugewöhnen, wie sie erzählt. „Das war eine Katastrophe“, sagt sie lachend. Deswegen startet sie nun auf dem Fest einen neuen Versuch mit ihrer vierjährigen Tochter Romy von Daack. „Das ist eine schöne Möglichkeit“, sagt sie, „es ist wahrscheinlich besser, als den Schnuller einfach in den Müll zu werfen.“ Auch Romy wirkt gefasst. „Ich bin schon ganz groß geworden“, sagt sie stolz. Da muss der Schnuller natürlich auch langsam weg.

Denn der kann auch für die Stellung der Zähne negative Konsequenzen haben: Deswegen informiert auch Elke Thies vom Arbeitskreis Zahngesundheit an einem Stand über Folgen und übers richtige Zähneputzen – das die Kinder an einem Dino-Kuscheltier mit Gebiss üben können. Weniger an Dinos, aber dafür an die Schnullerfee glaubt Linnéa Grasme. Sie wartet vor dem Schnullerbaum auf ihren Einsatz, eine Familie nach der anderen wird hier hochgefahren. „Wann kommt denn die Schnullerfee?“, fragt sie ihre Mutter Isabell Grasme-Leineweber. Und erklärt selbst: „Die Fee bringt den Babys die Nuckel." Irgendwoher muss der neue Nachwuchs die Schnuller ja bekommen – wieso also nicht von den Kleinkindern, die sie nicht mehr brauchen?

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