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Eltern und Lehrer kämpfen um Personn-Schule

Ortsrat bewillig Zusammenlegung Eltern und Lehrer kämpfen um Personn-Schule

Gegen die Schließung der Personn-Realschule und den Umzug der Voigt-Realschule nach Weende gibt es weiterhin Widerstand. Lehrer und Eltern der Weender Schule sind gegen eine formale Schließung, weil sie um den Bestand der besseren Lehrerausstattung fürchten.

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Schulmensa der Personn-Realschule in Weende: Essen hier künftig Schüler unter dem Dach der Voigt-Realschule?

Quelle: Mischke

Der Weender Ortsrat billigte mit den Stimmen von CDU und Grünen gegen SPD und FDP nach heftiger Debatte den Verwaltungsvorschlag für Schließung und Umzug. Eine Entscheidung fällt im Schulausschuss des Stadtrates am Donnerstag, 26. November.

Zum Schuljahr 2011/2012 soll die Voigt-Realschule in die Personn-Realschule nach Weende umziehen und die Personn-Schule als eigenständige Schule geschlossen werden. Für das Schuljahr 2010/2011 werden entgegen der ursprünglichen Ankündigung auch noch an der Weender Realschule Fünftklässler aufgenommen. Darüber hinaus wird zum Sommer 2010 die Einrichtung eines offenen Ganztagsangebotes für alle Schüler an der Voigt-Realschule beantragt.

Begründet wird die Zusammenlegung unter anderem mit der Neugründung der Integrierten Gesamtschule in Bovenden. In Weende gibt es nur noch eine fünfte Klasse. Der Landkreis beabsichtigt außerdem, eine Kooperative Gesamtschule in Gieboldehausen zu errichten und das Bistum Hildesheim eine integrative Gesamtschule in Duderstadt. Die Schulverwaltung rechnet mit weiter zurückgehenden Schülerzahlen an Realschulen. An der Voigt-Realschule reichen die Räumlichkeiten für einen Ganztagsbetrieb nicht aus. Die Personn-Schule ist gut ausgestattet, unter anderem mit neuer Mensa und Sportplätzen. Die dreizügige Voigt-Realschule muss immer wieder Schüler ablehnen. Die Personn-Schule verfügt über eine bessere Lehrerausstattung als neue Ganztagsschulen. Für die Ganztagsschüler in Weende werde eine positive Einzelfallentscheidung für eine Übergangsphase wohlwollend geprüft, so Schuldezernent Ludwig Hecke im Ortsrat. Gleiches gelte für die Stelle eines Sozialpädagogen. Hecke sagte eine externe Moderation der Zusammenlegung zu. Schulbezirke ließen sich nicht durchsetzen, auch wenn Eltern von Hauptschülern sich dies noch bieten ließen.

Konsens auf Augenhöhe

Der Ortsrat forderte einen Konsens auf gemeinsamer Augenhöhe, einen gemeinsamen neuen Namen und den Erhalt der Lehrerstunden. Es könne nicht um persönliche Befindlichkeiten gehen, sagte der Weender Elternvertreter Tilo Schikore. Die bessere Ausstattung für Schüler aus sozialen Brennpunkten werde ohne Not aufs Spiel gesetzt. Einer mündlichen Zusage des Kultusministeriums vertraut die Weender SPD nicht. Zu befürchten sei, dass Schüler in die Hauptschule abgedrängt werden sollten.

Von Gerald Kräft

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