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Hospiz an der Lutter zieht um

Ende 2017 Hospiz an der Lutter zieht um

Das Hospiz an der Lutter, in dem todkranke Menschen bis zum Lebensende begleitet werden, will Ende 2017 aus Weende an die Humboldtallee umziehen. Um den Umzug zu stemmen, muss die Einrichtung nach eigenen Angaben eine Million Euro aufbringen, einen großen Teil davon über Spenden.

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Vorstandsmitglied Peter Diepold.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen / Weende. Derzeit befindet sich die Einrichtung noch in einem Gebäude auf dem Gelände des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende. Von dort soll das Hospiz in das Krankenhaus Neu-Mariahilf an der Humboldtallee umziehen, das 2014 vom Evangelischen Krankenhaus gekauft worden war. Das Hospiz werde an der Humboldtallee Räume im Erdgeschoss der jetzigen Station 1 und des derzeit entstehenden Anbaus beziehen, erklärte die Vorstandsvorsitzende des Hospizvereins, Beatrix Haan. Am Gebäude sei wieder einer schöner Garten geplant, der enorm wichtig für die Hospizarbeit sei.

Hintergrund des Umzugs sei, dass das derzeitige, in die Jahre gekommene Hospizgebäude vom Evangelischen Krankenhaus übernommen werde. Das Haus werde vermutlich abgerissen, um in einem vergrößerten Neubau die derzeitige Außenstation Lenglern unterzubringen. Man bleibe aber weiterhin eng mit dem Evangelischen Krankenhaus verbunden, betonte Haan. Der bekannte Name „Hospiz an der Lutter“ solle trotz des Ortswechsels erhalten bleiben.Den Umzug nach 20 Jahren am Standort schildern die damit befassten Vorstandmitglieder Peter Diepold, Dirk Tiedemann und Uwe Roselieb als emotionalen und finanziellen Kraftakt. Da das Hospiz, anders als derzeit, künftig Miete zahlen werde, müsse auch die Finanzierung auf neue Beine und die Spendenarbeit intensiviert werden. Derzeit erstatteten die Krankenkassen zwei Drittel der Kosten, ein Drittel - jährlich 300 000 Euro - werde aus Spenden und Vermächtnissen bestritten.

Um künftig weiter solide wirtschaften zu können, soll die Bettenzahl mit dem Umzug von sieben auf zehn erhöht werden. Zwei der zusätzlichen Betten sollen allerdings erst mittelfristig auch belegt werden, sie sind schon für die zukünftige Entwicklung vorgesehen. Der Bedarf für die Erweiterung sei da, meint Haan. Das Hospiz will sich zudem an den Umbau- und Ausbaukosten mit einer Million Euro beteiligen, um anschließend einen langfristigen und günstigen Mietvertrag abschließen zu können. Von der Summe sollen bis Ende 2017 rund 500 000 Euro aus Spenden aufgebracht werden. Eine große Spendenaktion mit Post an die Göttinger Haushalte läuft derzeit. Haan hofft zudem, dass sich bei der Kostenerstattung für die Hospize künftig auch auf politischem Weg noch etwas verbessert.

Mit der räumlichen Trennung werde eine größere Selbstständigkeit gegenüber dem Evangelischen Krankenhaus einhergehen, so Tiedemann. Mit dem Umzug rücke das Hospiz zudem vom Rand der Stadt in das Zentrum. Das sei auch ein Gewinn für die Einrichtung.

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