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Ende einer Kulturstätte: Die Blooming Bar in Göttingen schließt

Abschiedsparty Ende einer Kulturstätte: Die Blooming Bar in Göttingen schließt

Am Freitagabend soll es noch eine große Abschiedsparty geben – dann ist Schluss: Die Blooming Bar, Waageplatz 4, schließt ab März nach acht Jahren ihre Pforten. Bekannt war sie für die offene Bühne des Vereins “Kreuzberg on KulTour”, bei der junge und erfahrene Künstler spontan auftreten.

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Schließt: Blooming Bar.

Quelle: Vetter

Göttingen. Die Bar schließe aus wirtschaftlichen Gründen, sagt Inhaber Christos Alkimos, was er sehr bedaure. Das Konzept sei vor allem auf Studierende ausgerichtet gewesen. Da diese aber vor allem wegen der Semesterferien nicht immer vor Ort seien, hätten die Besucherzahlen sehr geschwankt. Außerdem hätten sich Nachbarn immer wieder über Lärm beschwert.

„Mit der Schließung der Blooming Bar verliert Göttingen eine Charakterlokalität“, sagt Klaus Wißmann vom Verein “Kreuzberg on KulTour”. Die Bar sei keine 0815-Kneipe gewesen, sondern habe ein unverwechselbares Flair gehabt. Viele Musiker seien dort gerne aufgetreten. 

Die Schließung der Blooming Bar ist nur eine von vielen: Gaststätten, in denen Musiker auftreten können, werden in Göttingen immer weniger. So wurden das Café Kreuzberg im Jahr 2009 und das Cartoon im Jahr 2012 geschlossen. Und um die Zukunft des Stilbruchs wird seit den Hochschulwahlen im Januar auch gebangt.

Neue Heimat für die offene Bühne finden

„Für lokale Bands ist die schrumpfende Zahl der Auftrittmöglichkeiten sehr traurig“, sagt Michael Schluff, Vorsitzender des Göttinger Rockbüros. Die Musikerszene lebe von kleinen Läden, in denen Künstler ohne viel Aufwand spielen können.

Daher spricht sich das Rockbüro für einen Kulturraumschutz aus, wie er momentan in Hamburg und Berlin diskutiert wird: Hier soll bei jeder Schließung einer Lokalität, in der Künstler auftreten können, ein Ersatz geschaffen werden. So könne die Musiklandschaft unabhängig von Lokalitäten überleben.

Junge Künstler, die Livekonzerte in Göttingen geben möchten, müssen aber erst einmal nicht um Spielstätten fürchten: „Wir werden eine neue Heimat für die offene Bühne finden“, sagt Wißmann.

Von Melissa Ebert

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