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Entwicklungskonzept für Göttinger Nordstadt vorgestellt

Geringe Stadtteilidentität Entwicklungskonzept für Göttinger Nordstadt vorgestellt

Auf rund 14,2 Millionen Euro beliefe sich das Sanierungsvolumen, würde die Göttinger Nordstadt in ein entsprechendes Förderprogramm des Landes aufgenommen. Damit die Stadt den Antrag rechtzeitig einreichen kann, waren vorbereitende Untersuchungen – eine Stärken- und Schwächen-Anlalyse – und darauf aufbauend formulierte Sanierungsziele notwendig.

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Die ältesten Wohnblöcke im Bestand der Wohnungsgenossenschaft in der Nordstadt: Hier könnten sich die Planer einen Stadtteilplatz vorstellen.

Quelle: Vetter

Göttingen. Das Entwicklungskonzept für die Nordstadt wurde jetzt den Stadtteilbewohnern und dem Bauausschuss vorgestellt.

Was Planer Klaus Habermann-Nieße an Visionen ausführte, barg manchen Vorschlag, der zumindest für ein Raunen unter den Zuhörern sorgte.

Weil der Stadtteil mit seinen rund 5500 Einwohnern nicht über einen zentralen Platz verfüge, bescheinigen die Planer der Nordstadt eine nur geringe Stadtteilidentität.

Das Entwicklungskonzept führt daher als Infrastrukturmaßnahme zum Beispiel den Abbruch von vier Wohnblöcken zwischen Goßlerstraße und Annastraße zugunsten einer Stadtteilmitte vor.

Keine Entscheidung für einen Abriss

In Gesprächen mit der Wohnungsgenossenschaft (WG), der ein Großteil der Wohnbebauung im Quartier gehört, sei die Aufgabe modernisierungsbedürftiger Gebäude für die Schaffung eines Quartierszentrums als möglich bezeichnet worden, „wenn gleichzeitig als Ersatz neuer Wohnungsbau auf Umstrukturierungsflächen ermöglicht würde“.

Michael Przibilla, Vorstandsmitglied der WG, betonte, die Genossenschaft fühle sich der Stadtteilentwicklung verpflichtet. Er versicherte aber auch, dass es bisher keine Entscheidung für einen Abriss der Wohnblöcke gebe.

Entwicklungspotenzial erhoffen sich Stadt und Planer vor allem auf dem spätestens im Jahr 2020 frei werdenden Gelände der Firma Sartorius.

Nicht studentisches Wohnen bedienen

Diese etwa 20 000 Quadratmeter große Gewerbefläche an der Weender Landstraße wie auch das Gelände des Rewe-Marktes sieht das Entwicklungskonzept Nordstadt für eine Umnutzung zugunsten von Wohnungsbau vor.

Dieser sollte aus Sicht der Stadtplaner nicht studentisches Wohnen bedienen, sondern familiengerechte sowie alten- und behindertengerechte Angebote ermöglichen.

Wegen der hohen Lärmbelastung durch die an das Sanierungsgebiet angrenzende Bahn, wird auf dem westlich der Weender Landstraße gelegenen Bereich der stadtplanerische Entwicklungsschwerpunkt auf Gewerbe und Dienstleistung gelegt – vor allem für die brach liegenden Flächen und das ehemalige Firmengelände Mehle in Nachbarschaft des Gallus-Parks.

Mehr Möglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer

Die Weender Landstraße selbst sei „hochbelastet“ vom Verkehr, so Habermann-Nieße. Er glaubt aber: „Man kann die Straße anpassen.“

Planungsskizzen im Entwicklungskonzept sehen etwa eine Reduzierung auf eine Fahrbahnbreite von 6,50 Metern (also in jede Richtung nur eine Fahrspur), mehr Grün und Parkstreifen sowie ausreichend breite Geh- und Radwege auf beiden Seiten vor.

Auch wenn dieser Punkt von einigen Nordstadtbewohnern skeptisch gesehen wird, mehr Möglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer, um die Weender Landstraße sicher zu überqueren, wünschen sich nicht nur die Planer.

Im Übrigen müssten laut Entwicklungskonzept auch die stark frequentierten Kreuzungen Kreuzbergring / Weender Landstraße sowie Kreuzbergring / Robert-Koch-Straße umgebaut werden.

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