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„Erdbeeren machen Laune"

Früchte vom Feld „Erdbeeren machen Laune"

Die Erdbeersaison hat begonnen. Auf Göttinger Plantagen können Genießer die Früchte selbst ernten.

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Selbst gepflückt: Auf dem Erdbeerfeld zwischen Holtensen und Lenglern wachsen die süßen Früchtchen.

Quelle: Mischke

Susanne Richter pflückt die Erdbeeren selbst. Mit ihrem Sohn Jannik hockt sie auf einem Feld des Werderhofes im Stroh zwischen den langen Pflanzenreihen und zupft eine Beere nach der anderen von einer Pflanze. Jannik hopst derweil um sie herum. „Wir pflücken, um mal an die frische Luft zu kommen“, sagt Richter. Wenn sie die Erdbeeren selbst sammle, könne sie die Qualität besser einschätzen. „Im Laden hat man manchmal nur Matsch.“ Zudem wolle sie ihrem Sohn zeigen, wo die Frucht wachse. „Aber das weiß ich doch schon“, protestiert der ein wenig beleidigt.

Eigentlich sammelt die Familie nur einmal im Jahr Erdbeeren. „Aber je nach Gelüsten und Wetterlage kann das schnell öfter passieren“, sagt Richter. Am liebsten esse sie auf einem frischen Tortenboden oder die Früchte pur mit Vanillepudding.

 Auf der Plantage des Erdbeerhofs Mecke, zwischen Holtensen und Lenglern gelegen, hat die Saison bereits im Mai begonnen – so früh wie seit 25 Jahren nicht mehr. „Wir hatten Sonne zur richtigen Zeit, und es gab Regen: Das perfekte Wetter für süße und saftige Früchte“, strahlt der Juniorchef Kay Mecke. 

Viele junge Familien besuchen die Felder am Wochenende, um Beeren zu ernten, die aus botanischer Sicht gar keine sind: „Sammelnussfrucht“ heißt die offizielle Bezeichnung – eine Untergattung der Rosengewächse. „Honeoye“ wird auf den Plantagen gerade gepflückt. Eine dunkle, saftige Frucht, die hervorragend für Erdbeermarmelade geeignet ist. „Durch die Säure in der Erdbeere wird die Marmelade nicht zu süß“, erklärt Cornelia Rabe vom Werderhof an der Reinhäuser Landstraße.

Auch bei Nieselregen zupfen

Was viele nicht wissen: Es gibt fast mehr als 50 Erdbeersorten. Auf den Plantagen in Göttingen werden frühe, mittlere und späte Erdbeeren angebaut, damit die süßen Leckereien nicht alle gleichzeitig reifen. „Es gab Jahre“, sagt Rabe, „da konnten wir Erdbeeren nur an 19 Tagen ernten. Aber auch Jahre, in denen die Saison sieben Wochen lang war.“ Der Anbau der Erdbeere sei eben extrem wetterabhängig. 

„Wir kommen, wenn das Wetter mitspielt“, hört Frau Rabe Kunden oft sagen. Und wenn es dann wieder besser werde, sei die Saison vorbei. Dabei könnte es sich lohnen, die Früchte auch bei Nieselregen zu zupfen: Der Vitamin-C-Gehalt der Beeren sei nämlich mit 50 bis 60 Milligramm pro 100 Gramm höher als der von Zitronen. Und sie schmecken. 2,6 Kilogramm hat der Deutsche durchschnittlich im Jahr 2008 verzehrt, hat das statistische Bundesamt errechnet. Die Früchte können in Säften, mit Milch, in Kuchen oder Puddings verarbeitet werden. „Ich esse sie am liebsten direkt vom Strauch“, sagt Mecke. „Frischer geht es nicht.“

Erdbeeren sind für Mecke nicht bloß eine Frucht, sondern fast schon eine Lebenseinstellung. „Erdbeeren machen Laune“, sagt er. „Sie erinnern mich an Sommer, Sonne und Wärme.“ Auf Meckes Erdbeerhof gibt es in diesem Jahr einen Erdbeer-Bären, eine 1,20 Meter große Figur. „Wir suchen noch einen Namen.“, sagt Mecke. Jeder könne seinen Vorschlag abgeben. Der Gewinner werde ausgelost. Er dürfe einen Tag lang kostenlos Erdbeeren pflücken.

Infos unter Telefon 0551/ 61158 (Kay Mecke) und 0551/703344 (Werderhof).

Von Florian Heinz

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