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Erfolgreiche Prävention fortsetzen

Welt-Aids-Tag Erfolgreiche Prävention fortsetzen

Immer weniger Menschen infizieren sich mit dem HI-Virus, das hat der Welt-Aids-Bericht der Vereinten Nationen ergeben. Doch weltweit sind rund 33,4 Millionen Menschen HIV-positiv. In Niedersachsen leben 4000 von ihnen, schätzt das Robert-Koch-Institut für das Jahr 2009.

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Die Zahl der Neuinfizierten liegt bei rund 190 Personen. Bei 60 Menschen brach die Immunschwächekrankheit Aids aus, 25 Kranke im Bundesland starben an den Folgen der Virusinfektion. Zum heutigen Welt-Aids-Tag unter dem Motto „Zeig Schleife. Gemeinsam gegen Aids“ informieren deshalb Einrichtungen in der Region über die Hintergründe der Krankheit.

Der Kampf gegen HIV und Aids bleibe, trotz weltweit sinkender Neuinfektionszahlen und verbesserter Medikamente, die die Lebenserwartung erhöhen, ein wichtiges Thema, so Simone Kamin von der Göttinger Aids-Hilfe. Zwar sei Aids meist nicht mehr sichtbar, meint Kamin, das heißt das letzte Infektionsstadium werde nicht mehr erreicht, jedoch sei die Krankheit immer noch tabuisiert. „Wer sich infiziert hat, muss mit Schuldzuweisungen und Unterstellungen rechnen. Vergessen wird dabei, dass wir alle im Alltag, egal ob unbeabsichtigt oder fahrlässig, Risikosituationen eingehen, vor denen wir uns nicht immer schützen können, wollen oder zu schützen wissen. Unterstellt wird zudem oft eine vermeintlich schlechtere Lebensweise.“

Die Göttinger Präventionsarbeit wendet sich gerade an Jugendliche und Angehörige der schwulen Szene. „Die meisten Übertragungen passieren aus Unwissenheit“, so Kamin. Einen neuen Schwerpunkt stelle auch die studentische Klientel dar. Der Erfolg dieser Präventionsarbeit lässt sich daran ablesen, dass Deutschland die niedrigste HIV-Neuinfektionsrate in Westeuropa aufweist. 59 Prozent der Befragten einer Studie gaben zudem an, Kondome zum Schutz vor HIV zu nutzen.

Jörg Magull, Leiter des Göttinger Studentenwerks, äußerte in einem Interview gegenüber der Aids-Hilfe: „Das Thema darf unsere Aufmerksamkeit nicht verlieren – wenn es auch etwas aus der Mode gekommen scheint, muss uns das Risiko, sich anstecken zu können, bewusst sein.“ Deshalb liegen in den Göttinger Mensen 3000 Solidaritätsschleifen zum Anstecken aus.

Infostände gibt es am Dienstag am Kornmarkt (10-16 Uhr) und in der Zentralmensa (11-14 Uhr). Hier und in ausgewählten Geschäften kann auch der Solidaritätsbär „Taddy“ (Bild) erstanden werden. Die Erlöse gehen an die Aidshilfe. Die Aids-Beratungsstelle des Landkreises Northeim verteilt in den Berufsbildenden Schulen und der Northeimer Innenstadt Infobroschüren.

Von Erik Westermann

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