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Ergaunertes Geld soll nach Marbella

Gefälschte Forderungen Ergaunertes Geld soll nach Marbella

Wegen angeblich nicht bezahlter Beiträge für eine Lotto-Spielgemeinschaft schreibt eine dubiose Rechtsanwaltskanzlei derzeit reihenweise Bürger an, auch in der Region Göttingen. Ihre Forderung: 136,38 Euro. Die Verbraucherzentrale rät: nicht einschüchtern lassen, nicht zahlen.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Göttingen. „Georg Wohlfahrt & Partner, Kanzlei für Forderungsmanagement“ nennt sich das Schwindelunternehmen, das mit fingierten Behauptungen versucht, ahnungslose Verbraucher hereinzulegen. Dem Schreiben seien angeblich „zahlreiche Mahnungen“ vorausgegangen. Weiterhin droht die „Kanzlei“ damit „beim zuständigen Mahngericht das gerichtliche Mahnverfahren mit anschließender Pfändung gegen Sie einzuleiten“, wenn die Empfänger die Mitgliedsbeiträge für die Spielgemeinschaft Gewinnprofi-Lotto plus Gebühren nicht bezahlen.

Die beiden Tageblatt-Leser, die sich in der Redaktion gemeldet haben, beteuern, niemals einer Gewinnspielgemeinschaft beigetreten zu sein. Wie auch in anderen Fällen kamen Einschreiben, mit denen die Adressaten der falschen Forderung widersprachen, mit dem Vermerk zurück, die Kanzlei sei unter der angegebenen Adresse nicht zu ermitteln.

Noch verdächtiger ist, dass die „Kanzlei“ für die Überweisung der geforderten Summe eine ausländische Bankverbindung angibt. Hier wird auch deutlich, in welchen Kanälen das ergaunerte Geld offenbar versickern soll. Die in dem Schreiben angeführte Bankfiliale steht in dem  als „goldene Meile“ bekanntem Küstenstreifen in Südspanien in unmittelbarer Nachbarschaft des Nobel-Ferienortes Marbella.

Kathrin Körber, Rechtsexpertin der Göttinger Verbraucherzentrale, rät den Empfängern der Schreiben, auf keinen Fall zu bezahlen. Wer dennoch Geld überweise, sehe es nie wieder, zumal die angebliche Kanzlei gar nicht existiert. Die Verbraucherzentralen raten zudem, gegen die Urheber der Schreiben Strafanzeige zu erstatten.

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