Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Schneeschauer

Navigation:
Erstes Dialogdorf Diemarden: Gemeinsam Zukunft gestalten

Wissenschaftlich begleitetes Projekt Erstes Dialogdorf Diemarden: Gemeinsam Zukunft gestalten

Diemarden soll als erstes Dialogdorf Maßstäbe für eine gemeinsame Zukunftsgestaltung eines Ortes setzen. Dabei wird das Projekt von Wissenschaftlern begleitet. Weitere Dörfer im Raum Göttingen will das Interdisziplinäre Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) an der Göttinger Uni dann über eine Ausschreibung gewinnen.

Voriger Artikel
Vor 20 Jahren feierten Deutsche aus Ost und West in Kirchgandern
Nächster Artikel
Dritte Band der Weender Ortschronik erschienen

Dialogdorf-Logo.

Quelle: IZNE

Ziel des Aktions-Forschungsprojektes: Die Menschen in Diemarden und in anderen Dörfern sollen in einen offenen und öffentlichen Dialog treten und gemeinsam möglichst dauerhaft Ideen entwickeln und umsetzen.

Was fehlt in Diemarden? Wie können mehr Bewohner dazu bewegt werden, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren? Sollten im Ort mehr Bäume und Büsche gepflanzt werden? Dass sind nur Beispiele für Aktionsthemen, die ein ganzes Dorf oder Gruppen aufnehmen könnten. Die Menschen im Dialogdorf sollen ihre Wünsche und Ideen selbst formulieren, bearbeiten und umsetzen. „Wir sehen uns in erster Linie als Impulsgeber, die den Prozess anstoßen“, erklärt Jessica Bussler, Soziologin am IZNE und eine der Projektbetreuerinnen. Zudem biete das Team um Soziologieprofessor Walter Girschner geeignete Methoden an, damit „viele unterschiedliche Menschen über Generationen und soziale Grenzen hinweg in Kontakt miteinander kommen, sich austauschen und Projekte entwickeln“. Im Idealfall solle eine Art Handlungsanleitung zur kommunalen Entwicklung herauskommen, die auf weitere Kommunen übertragen werden könne, so Bussler.

Der Diemardener Ortsrat unterstützt das Projekt mehrheitlich. Zurzeit werben die Initiatoren im Dorf schon für eine erste Bürgerversammlung am Mittwoch, 25. November, um 19.30 Uhr im Gasthaus Bieling. Dort wollen sie auch die ersten konkreten Schritte beschreiben – unter anderem einen Ideenpark inklusive Ausstellung, in dem die Diemardener ihre Wünsche darstellen.

Parallel wirbt das Projektteam um Forschungs- und Fördergelder für die Initiative. Davon hänge auch ab, wie viele Dörfer im Kreis Göttingen zusätzlich per Ausschreibung in den Dialogprozess eintreten können, erklärt Bussler. Dass Diemarden als Pilot-Dorf ausgewählt ist, sei eher ein Zufall und durch persönliche Kontakte begründet.

Von Ulrich Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Anzeigenspezial
Bilder der Woche 6. bis 12. Januar
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt