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„Es war Liebe auf den ersten Blick“

Diamantene Hochzeit „Es war Liebe auf den ersten Blick“

Sie wollte nur ein paar Marken tauschen. Statt Lebensmitteln fand sie den Mann fürs Leben. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt Inge Hofmann nach 60 Jahren Ehe. Heute feiern Heinz und Inge Hofmann diamantene Hochzeit.

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Wollte Lebensmittel und fand ihren Mann: Inge Hofmann mit ihrem Heinz.

Quelle: Mischke

Damals, vor 61 Jahren, war Heinz Hofmann gerade aus französischer Gefangenschaft entlassen worden. Aus dem Lager in der Bretagne kam er zu seiner Schwester nach Göttingen. Nebenan wohnte seine spätere Frau. Sie war mit der Nachbarin befreundet, und wenn das Essen knapp wurde, half man sich mit Lebensmittelmarken aus.

Nach dem ersten Treffen sah sich das Paar öfter, auch wenn Heinz stets mit dem Rad von Benniehausen kommen musste, wo er als Melker arbeitete.Mit der 18-jährigen Inge auf der Lenkstange ging es am Wochenende ins Grüne. Bald waren beide verlobt. Am 10. Dezember 1949 war Hochzeit.

Drei Kinder, fünf Enkel, und im Januar, so freuen sich die angehenden Urgroßeltern, wird der erste Urenkel erwartet. Seit 1953 lebt das Paar in Ballenhausen. Er war dort im Gut als Melkermeister beschäftigt, später bei Bosch als Einrichter, sie in Göttingen bei Winkel und Nette. Auf viel Arbeit, aber auch auf schöne Urlaube in Österreich und später vielfach auf Mallorca blicken beide zurück.
1964 wurde am Ortsrand ein Haus gebaut – mit großem Garten, den der 83-Jährige noch immer allein bewirtschaftet. Zwar schimpfen die Kinder, wenn Heinz im Spätherbst zum Beschneiden in die Bäume steigt, Obstbäume, Garten und seine Tiere halten ihn aber jung. „Man muss sich auch mal anstrengen“, sagt er und verweist auf seine Fitnessgeräte mit Blick auf die Straße, an denen er aktiv ist, wenn ihn im Winter der Gemüsegarten nicht fordert. „Wenn ich zum Arzt gehe, sagt der meistens: Sie waren aber lange nicht da“, freut sich Hofmann. 40 Kanarienvögel, 20 Hühner und ein Terrier, der morgens und abends seinen Rundgang einfordert – den übrigens beide mit ihm machen – gehören weiter zur Familie. Und weil nebenan ein Biogemüsehof wirtschaftet, ernähren sich bei Hofmann sogar die Hühner ökologisch – vom Biogemüse-Abfall. Richtig voll wird das Haus heute, wenn Freunde und Offizielle von Feuerwehr und Schützenverein kommen, denen er angehört. Sie ist im Reichsbund, geht zu Handarbeits- und Klönnachmittagen. Am Sonnabend wird im großen Kreis im Wirtshaus gefeiert.

ck

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