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„Es wird von Jahr zu Jahr schmuddeliger“

Reinigung der Heinrich-Grupe-Schule „Es wird von Jahr zu Jahr schmuddeliger“

Dreckige Toiletten, staubige Regale, verschmutzte Fußböden: In der Heinrich-Grupe-Schule (HGS) „wird es von Jahr zu Jahr schmuddeliger“. Das sagt Schulleiterin Elke Bornemann-Polzer. Grund: Es werde zu wenig und unzureichend geputzt. Die mit der Reinigung beauftragte Firma komme ihren Pflichten nicht immer nach. „Das ist ein großes Problem, seit langem“, sagt Bornemann-Polzer. Schon oft habe sie sich beschwert, genützt habe es wenig.

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„Unschöne Verhältnisse“: Die Reinigung der Heinrich-Grupe-Schule lässt laut Schulleitung oft zu wünschen übrig.

Quelle: Vetter

Rosdorf. Problematisch sei vor allem, dass nicht alle Bereiche täglich gereinigt würden. „Die Intervalle reichen nicht aus, vor allem nicht im Winter“, betont die Schulleiterin. Früher sei die Grundreinigung besser gewesen. „Da wurde alles täglich gereinigt und regelmäßig gewischt.“ Damals habe es aber auch noch bei der Gemeinde angestellte Reinigungskräfte gegeben. Von diesen sei nur noch eine übrig geblieben. Die restliche Arbeit werde von der Firma erledigt – und das mehr schlecht als recht. Also müsse sich auch die „Gemeinde an die Nase fassen“. Sie habe schließlich den Vertrag mit der Firma ausgehandelt.

Die Reinigungskräfte könnten ohnehin am wenigsten für die Situation, sagt Bornemann-Polzer. Ihre Verträge seien meist „nicht sozial ausgewogen“. Sie hätten nur wenig Zeit, ihre Arbeit vernünftig auszuführen. Hinzu komme das „Hygieneverhalten vieler Kinder“. Das lasse nämlich oftmals zu wünschen übrig. Papier werde nicht in den Mülleimer oder die Toilette, sondern auf den Boden geworfen. Und gespült werde auch nicht immer. Folge: „Es riecht immer wieder mal“, sagt Bornemann-Polzer.

Jörg Kaufmann von der Gemeindeverwaltung bestätigt die Schwierigkeiten mit der Reinigungsfirma. Das sei natürlich unbefriedigend. Schon mehrmals habe man mit dem Unternehmen gesprochen. Problem sei, dass die Zeit der Reinigungskräfte knapp bemessen sei. „Schnell, schnell, schnell ist das Motto, und das geht dann zu Lasten des Auftraggebers“, also der Gemeinde, sagt Kaufmann. Zu genauen Vertragsinhalten könne er aber nichts sagen. Auch den Namen der Firma wolle er nicht nennen.

Der wird aber wohl nicht mehr allzu lange verborgen bleiben. Die Gruppe von CDU und Grünen will jetzt per Ratsbeschluss etwas an den Zuständen ändern. In der HGS seien die „Reinigungsbemühungen der beauftragten Firma gravierend schlecht“, erklären Jörg Winter (CDU) und Ursula Barking (Grüne). Von „katastrophalen Zuständen im Sanitärbereich“ sei ihnen berichtet worden. Hinzu komme, „dass die Firma wohl auf dem Rücken der eingesetzten Mitarbeiterinnen Kosten sparen will, um den Reinigungsauftrag lukrativ erfüllen zu können“. Das könne nicht angehen. Die Verwaltung müsse etwas tun.

Von katastrophalen Zuständen könne zwar nicht die Rede sein, sagt Schulleiterin Bornemann-Polzer. Es handele sich eher um „unschöne Verhältnisse“. Dennoch sei sie froh, „dass der Rat das Thema endlich in die Hand nimmt“.

Mit dem Thema befasst sich der Rat der Gemeinde Rosdorf am Montag, 5. November. Beginn ist um 19 Uhr im Gemeindezentrum, Lange Straße 12.
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