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Essen wie die Römer: „Cena Apiciana“

Angebot in Laubach Essen wie die Römer: „Cena Apiciana“

Bei einem festlichen römischen Abendmahl (Cena) lagen die Gäste auf Sofas, benutzten kein Besteck und wurden mit Lyramusik bei Laune gehalten. Ganz so pompös geht es beim „Cena Apiciana“ im Hotel Zum Braunen Hirsch nicht zu: Stühle stehen am Tisch, Besteck ist auch dabei und anfangs dudelt noch Popmusik aus dem Radio.

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Wasser und Würzwein: Kai-Uwe Klinger und Anette Sauer-Schulz lassen sich von Diana Hoffmann und Thomas Jesionowski einschenken, „Centurio“ Jürgen Heepe passt auf.

Quelle: Mischke

Doch sobald die Gäste sitzen, wird es stilechter: Zwei in Togen gehüllte Angestellte schenken als Aperitif einen römischen Conditum paradoxum (paradoxer Würzwein) ein. Es ist eine Mischung aus harzigem Wein, flüssigem Honig, Datteln und Gewürzen (siehe Rezept) und erinnert im Geschmack an kalten Met. Dazu erzählt Stadtführer Jürgen Heepe aus Hann. Münden als römischer Centurio verkleidet von der Geschichten des Römerlagers bei Hedemünden.

Das Essen startet mit weichgekochten Eiern in Kräutersoße zu Mostbrötchen. Der Hauptgang, lateinisch Mensa Prima, besteht aus bekannten Zutaten wie Huhn, Hirsch und Zucchini, allerdings mit Gewürzen, Dörrobst und Fischsoße so kombiniert, dass alle Speisen exotisch schmecken. Als Nachspeise, Mensa Secunda, gibt es Birnen- und Nussauflauf.

Asant als Gewürz

„Meine Frau hat lange gesucht, um römische Rezepte zu finden“, berichtet Helmut Roß, Inhaber des Hotels. Letztendlich ist sie auf den römischen Feinschmecker Marcus Gavius Apicius, der im ersten Jahrhundert nach Christus lebte, gestoßen. „Schwierig war, dass einige der Gewürze heute schwer zu finden sind, beispielsweise Asant, eine Pflanze, die nach Knoblauch oder Zwiebel schmeckt. Zudem hat Apicius in seinen Rezepten oft nur die Zutaten aufgezählt – jedoch nicht, wieviel davon auf welche Weise verarbeitet werden. Das musste ich dann selbst ausprobieren“, erklärt Küchenchefin Gertrud Roß. Um die Gäste nicht zu vergraulen, wurde auch auf die damals beliebte Soße aus verdorbenen Fischen, Garum genannt, verzichtet.

Die Idee zu dem römischen Essen entstand zusammen mit dem Tourismusverband Hann. Münden. Dieser sucht schon seit längerem nach Möglichkeiten, die Region besser zu vermarkten. „Eventuell könnten die Teilnehmer nach einer Besichtigung des Römerlagers bei uns römisches Essen probieren“, hofft Helmut Roß. Erst einmal plant er, an Himmelfahrt zum normalen Buffet auch die römischen Speisen anzubieten.

Von Corinna Berghahn

Rezept Würzwein

Zutaten für einen Conditum paradoxum: 250 Gramm Honig, 0,25 Liter Retsina (mit Harz versetzter Wein), 0,5 bis 2 Liter Retsina zum Auffüllen, 30 schwarze Pfefferkörner, 20 Lorbeerblätter, eine Prise Safran, 2 Datteln.Zubereitung: Honig mit 0,25 Liter Retsina im Topf erhitzen und dann abschäumen, Gewürze, Dattelfleisch und angeröstete Dattelkerne hinzugeben, ziehen lassen, dann kühl stellen. Vor dem Servieren nach Geschmack mit Retsina auffüllen, dann absieben.

Mostbrötchen

Zutaten für vier Personen: 1/2 Kilo Mehl, 0,3 Liter Traubensaft, 100 Gramm Schmalz, 1/2 Eßlöffel Kreuzkümmel, 2 Eßlöffel Anissamen, 20 Lorbeerblätter, 50 Gramm geriebener Schafskäse, eine Tüte Trockenhefe. Zubereitung: Mehl mit Schmalz, gehacktem Kreuzkümmel und gehackten Anissamen, einem Lorbeerblatt, Schafskäse und Trockenhefe vermengen, Traubensaft hinzu. Teig gehen lassen, circa 19 Brötchen formen, auf die Lorbeerblätter legen, wieder gehen lasen, 20 bis 25 Minuten backen.

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