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Exhibitionist erschreckt junge Frauen in Göttingen

Polizei ermittelt in zwei Fällen Exhibitionist erschreckt junge Frauen in Göttingen

Treibt ein Exhibitionist in einem Wohngebiet nahe der Universität Göttingen sein Unwesen? Die Polizei ermittelt jedenfalls derzeit in zwei Fällen gegen Unbekannt wegen exhibitionistischer Handlungen, wie Polizeisprecherin Jasmin Kaatz bestätigt.

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Warnung an Mitbewohner: Studierende wollen in der Annastraße einen Spanner gesehen haben.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Es geht dabei jeweils um einen Mann, der junge Frauen in der Dunkelheit beobachtet und sich ihnen in schamverletzender Weise gezeigt haben soll.

Am Sonntag, 12. Januar, gab es nach Angaben von Kaatz gegen 22 Uhr einen Vorfall vor einem Apartmenthaus in der Bertheau-straße. Eine Frau, die gerade mit dem Fahrrad nach Hause kam, bemerkte in der Nähe des Hauses einen Mann, der seine Hose heruntergelassen hatte. Sie sah ihn allerdings nur von hinten – was genau er tat, konnte sie nicht erkennen.

Kurz darauf war er verschwunden. Er soll nach ihren Aussagen zwischen 20 und 30 Jahre alt und etwa 1,80 bis 1,90 Meter groß gewesen sein. Er trug ein schwarzes Sweatshirt mit Kapuze sowie helle Jeans.

Drei Tage später, am Mittwoch, 15. Januar, ereignete sich gegen 23 Uhr ein ähnlicher Vorfall an einem Gebäude in der nahe gelegenen Goßlerstraße 33b: Als eine junge Frau ihr Fahrrad neben dem Hauseingang abstellte, bemerkte sie, wie sie ein Mann aus einigen Metern Entfernung beobachtete.

Ein ähnlicher Vorfall im Dezember

Der Mann entblößte sich daraufhin „in schamverletzender Weise“, so Kaatz. Als die Frau laut um Hilfe schrie, lief der Exhibitionist in Richtung Annastraße davon. Auch er soll nach Angaben der Frau zwischen 20 und 30 Jahre alt gewesen sein und eine dunkle Jacke mit Kapuze sowie legere Jeans getragen haben.

Bereits im vergangenen Dezember wurde der Polizei ein ähnlicher Vorfall eines Exhibitionisten vor dem Fenster in einer Souterrain-Wohnung in der Goßlerstraße 77 gemeldet. Ob es sich in den drei Fällen um den selben Mann handelt, sei der Polizei bisher nicht bekannt, sagt Kaatz.

Daneben wollen Zeugen in den vergangenen Wochen auch einen Spanner in dem Wohngebiet bemerkt haben. „Der Schatten vor meinem Fenster hatte den Umriss eines Menschen“, sagt eine Bewohnerin eines Gebäudekomplexes in der Annastraße. Sie saß abends an ihrem Schreibtisch vor dem Fenster, mit zugezogenen Vorhängen.

„Ich habe gesehen, wie diese Person außen nach Lücken in den Vorhängen gesucht hat. Kurz darauf ist sie verschwunden“, erzählt sie. Vorfälle mit mutmaßlichen Spannern wie diesen hat es in dieser hauptsächlich von Studierenden bewohnten Gegend in der Nähe der Universität im vergangenen Monat öfter gegeben.

„Die kompletten Fenster sollten verdeckt sein"

Anzeigen zu einem Spanner im  Gebäude in der Annastraße 5, in dem hauptsächlich Studierende wohnen, gibt es momentan aber nicht bei der Polizei.

Jedoch hing im Hausflur des Gebäudes bis vor einigen Tagen ein handgeschriebener Zettel eines Bewohners, auf dem von einem Spanner auf der Terrasse am Freitag, 17. Januar, berichtet und vor ihm gewarnt wurde. „Ich bitte euch alle, ein bisschen wachsamer zu sein“, heißt es auf dem Zettel.

Die Vorgänge erinnern an einen Fall aus dem vergangenen Jahr: Im Januar 2013 hielt schon einmal ein Spanner die Göttinger Studierenden in Atem. Im Wohnheim am Rosenbachweg hatte sich ein Mann nachts in die Zimmer von Studentinnen geschlichen und sie beim Schlafen beobachtet.

Die Polizei rät Bewohnern von Erdgeschosswohnungen, ihre Fenster beim Einbruch der Dunkelheit mit einem blickdichten Sichtschutz zu versehen. „Die kompletten Fenster sollten verdeckt sein, sodass keine unerwünschten Einblicke von außen möglich sind“, sagt Polizeisprecherin Kaatz. Tauchen dennoch verdächtige Personen vor dem Fenster auf, so sollten die Bewohner sofort die Polizei alarmieren.

Von Melissa Ebert

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Studentin im Bett überrascht
Hier treibt ein Spanner sein Unwesen: Wohnheimkomplex am Rosenbachweg.

Ein Unbekannter hält derzeit die Bewohner der Studentensiedlung Rosenbachweg in der Nähe des Uniklinikums in Atem. Der Mann soll sich nach Aussagen mehrerer Bewohnerinnen nachts in deren Zimmern geschlichen und diese im Schlaf beobachtet haben. Auch verdächtige Fußspuren entlang des Gebäudekomplexes wurden festgestellt.

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