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Experten bewerten Antiquitäten im Göttinger Stift am Klausberg

Familienschätze Experten bewerten Antiquitäten im Göttinger Stift am Klausberg

Liebevoll gearbeitetes Kinderspielzeug, ein "Zitterspiel" aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, Mokka-Services, Schmuck und religiöse Kultgegenstände aus fernen Ländern: Wertvolle Dinge bekamen Experten am Sonnabend im Stift am Klausberg in Göttingen zu sehen. Sie bewerteten Familienschätze und nahmen sie unter die Lupe, um Echtheit und Wert zu ermitteln.

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Bewerteten Familienschätze: Jörg Sternberg, Arend und Reina Popinga mit Artem Gurvich (von links).

Quelle: Heller

Göttingen. Das „Zitterspiel“ stammt etwa aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Kleine Lanzen, Säbel und Flinten die nach dem Mikado-Prinzip mit einem Haken aufgenommen werden, ohne dass die Hände zittern und sich die auf dem Tisch verbleibenden Gegenstände bewegen dürfen. „Mein Urgroßvater Eduard Waßner hat es für seine Kinder geschnitzt“, sagt die betagte Besitzerin. Ihr Vater habe noch damit gespielt, „wir durften das schon nicht mehr“.

Das liebevoll gearbeitete Kinderspielzeug war einer der Schätze, die drei Experten am Sonnabend im Stift am Klausberg unter die Lupe nahmen. Zum zweiten Mal hatte Astrid Czyrnik, zuständig für Kultur und Soziales, dort unter dem Titel „Was war es uns doch lieb und teuer…“ einen Antiquitätenabend organisiert. Gutachter Jörg Sternberg sowie Arend und Reina Popinga, Inhaber einer Pfandleihe in Paderborn, bekamen viel zu tun: Mokka-Services aus bekannten Manufakturen, eine Jugendstil-Lampe, Schmuck und religiöse Kultgegenstände aus fernen Ländern nahmen sie unter die Lupe, um Echtheit und Wert zu ermitteln.

Geschichte des jeweiligen Objektes

Zur Beurteilung gehörte auch die Geschichte des jeweiligen Objektes. „Das haben meine Eltern auf einer Kunstausstellung in Berlin gekauft, als ich noch ein Kind war“, erzählte eine Seniorin über die Dorfszene des Malers Robert Krause aus der Uckermark. Eine mutmaßlich aus Benin stammende Figur aus Wenge-Holz wurde vom Ehemann der Besitzerin um 1925 an der Elfenbeinküste gekauft.

Wertvolle Dinge bekamen die Experten zu sehen: Eine goldgefasste Brosche aus Meißen etwa, Motiv Mutter mit Kind, beschrieb Arend Popinga als „sehr außergewöhnlich“. Den Liebhaberpreis des Kleinods schätzte er auf bis zu 2500 Euro. Das Zitterspiel zu bewerten, war jedoch, wie die Besitzerin geahnt hatte, den Fachleuten unmöglich. „Das hat vor allem ideellen Wert“, lautete ihr Fazit. Was der Nachbar der Seniorin aufgriff, ihr ein Kompliment auszusprechen: „Du hast auch ideellen Wert.“

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Dieter Seeckts Weidenkorb ist gefüllt mit jahrhundertealten Grabbeilagen. Unter einem Tuch liegen Keramikgefäße, Vasen, Figuren. 1981 hat er die Stücke in Kolumbien gekauft, „ganz offiziell mit Zertifikat in einem Antiquitätengeschäft“, sagt er. Nun möchte er wissen, was die getöpferten Gegenstände wert sind. Experten im Stift am Klausberg sollen ihm helfen.

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