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Experten erwarten Patienten im Klinikum

Schweinegrippe Experten erwarten Patienten im Klinikum

Die Schweinegrippe ist in Deutschland angekommen. Zwar gab es bis gestern in Niedersachsen noch keine bestätigten Fälle, das Göttinger Universitätsklinikum und der Rettungsdienst sind aber darauf eingestellt, Patienten zu behandeln, die an dem neuen Influenza-Virus erkrankt sind. 

„Das Klinikum ist hervorragend vorbereitet“, sagt Markus Roessler, Oberarzt für Rettungsmedizin am Zentrum für Anaesthesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin. Der leitende Notarzt hat eine so genannte „Verfahrensanweisung“ erstellt, die Mediziner und Mitarbeiter des Rettungsdienstes im Landkreis darüber informiert, wie in Schweinegrippen-Verdachtsfällen zu verfahren ist. 

Dass dort demnächst Patienten behandelt werden, davon geht der Wissenschaftler Helmut Eiffert aus. „Bislang wurde das Virus noch nicht in Deutschland übertragen, die drei Fälle haben es direkt aus Mexiko eingeschleppt“ erklärt er. Wie ansteckend es ist, das sei schwer vorhersehbar. Und:  „Es ist nicht gefährlicher, als eine herkömmliche Influenza“, so der Mediziner.

Dennoch: Wird ein Patient, der Symptome hat und mit dem Virus in Kontakt gekommen ist, ins Klinikum eingeliefert, wird er laut der Verfahrensanweisung in einen speziellen Unterdruckraum gebracht. „Von dort kann kein Virus entweichen“, erklärt Roessler. Das Personal, das mit dem Infizierten in Kontakt kommt, muss spezielle Schutzkleidung tragen. Auch der Patient sollte mit Mund-Nasenschutz ausgestattet werden. 

Im Klinikum, so Sprecher Stefan Weller, ist die Isolierstation ebenfalls für Schweinegrippen-Patienten vorbereitet. In einer Expertenrunde wurden gestern Maßnahmen für einen reibungslosen Ablauf beschlossen. Werden Patienten mit entsprechender Verdachtsdiagnose eingeliefert, werden ihnen zwei Proben entnommen, die sofort untersucht werden. Bis das Ergebnis vorliegt, werden sie isoliert.  

Wissenschaftler des Klinikums arbeiten zurzeit daran, den Test für den Nachweis des Schweinegrippenvirus zu verbessern. Die Abteilungen von Eiffert und dem Virologen Frank Hufert wollen mit ihrem Test eine hundertprozentige Sicherheit erreichen. „Bislang gibt es die noch nicht“, so Eiffert. Wichtig für die Diagnose beim Patienten sei aber zunächst, der Ausschluss des Schweinegrippenvirus.

Britta Bielefeld

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