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Fahrgast verprügelt Busfahrer in Göttingen

Prügel statt Fahrschein Fahrgast verprügelt Busfahrer in Göttingen

Prügel statt Fahrschein: Weil ein Busfahrer der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) einen Fahrgast nach seinem Fahrschein gefragt hat, trägt der Fahrer nun den „Arm in Gips“ und fällt für seinen Arbeitgeber „vermutlich ein paar Wochen aus“, wie Manfred Mölder, Sprecher der GöVB, auf Anfrage bestätigt.

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Endstation Friedhof Junkerberg: Prügel für Busfahrer.

Quelle: Hinzmann

Göttingen / Weende. Der Fahrgast wollte, so erläutert Joachim Lüther von der Göttinger Polizei, am Freitagabend gegen 18 Uhr mit der Linie 2 von der Haltestelle Friedhof Junkerberg Richtung Innenstadt fahren. Der „alkoholisierte“ 35-jährige, der zuvor schon mit dem Bus dorthin gefahren war, so berichtet Lüther, sei „ausgerastet“ als er für die Rückfahrt einen neuen Fahrschein lösen sollte.

Der Fahrer (53) bekam eine Kopfnuss, der Fahrgast schlug ihm mit der Faust das Mobiltelefon aus der Hand – so heftig, dass die Hand im Krankenhaus versorgt werden musste. Die von Passanten, die den Vorfall beobachtet hatten, verständigte Polizei nahm den Schläger fest.

Verbale Attacken, "raues Klima"

Ein langjähriger GöVB-Fahrer, der anonym bleiben will, berichtet gegenüber dem Tageblatt, dass sich Vorfälle wie der vom Freitag in jüngster Zeit häuften. Erst zu Ostern sei etwa ein Fahrer ebenfalls von einem Fahrgast geschlagen worden. „Die Fahrgäste werden immer pampiger“, klagt er.

Mölder will diese Beobachtungen nicht dramatisieren. „Hin und wieder kommt es vor, dass unsere Fahrer angerempelt oder geschlagen werden. Das ist aber keine regelmäßige Sache und auch nicht häufig.“ Wohl aber, so räumt er ein, sei das „Klima rauer“ geworden. „Fahrer erzählen von verbalen Attacken“, sagt Mölder.

Gerechnet auf die rund 170 GöVB-Fahrer und die Vielzahl der Fahrten seien die Vorfälle aber verschwindend gering.

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Weender Tat kein Einzelfall
Endstation Friedhof Junkerberg: Hier gab es Prügel für einen Busfahrer.

Die Prügelattacke auf einen Busfahrer der Göttinger Verkehrsbetriebe durch einen Fahrgast am vergangenen Freitag wertet der Fahrgastverband Pro Bahn keineswegs als „Einzelfall, dem wenig Beachtung“ geschenkt werden müsse. Er wendet sich „entschieden“ gegen diesen Eindruck.

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