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Falscher Polizist in Geismar unterwegs

Trickbetrug Falscher Polizist in Geismar unterwegs

Unter dem Vorwand, Kripobeamter zu sein, hat sich am Dienstagnachmittag ein Betrüger in der Danziger Straße Zutritt zur Wohnung einer 84 Jahre alten Frau erschlichen.

Vermutlich weil die Göttingerin richtig reagierte, ging der Trickdieb "leer" aus. Wie die Rentnerin gegenüber der Polizei angab, betrat der Unbekannte mit ihr zusammen gegen 13.20 Uhr das Mehrparteienhaus und stieg mit ihr in den Fahrstuhl. Hier sprach er die 84-Jährige plötzlich mit ihrem Namen an, gab sich als Polizeibeamter aus und holte einen hellblauen "Dienstausweis" hervor.

Unter dem Vorwand, dass in ihre Wohnung eingebrochen worden sei und man den Täter festgenommen habe, überredete er die Rentnerin, ihn mit in ihre Wohnung zu nehmen. Hier sollte die 84-Jährige nachsehen, ob Geld und ihr Schmuck noch da seien.

In der Göttingerin wuchs nun jedoch das Misstrauen. Sie führte den Betrüger deshalb zunächst durch die Wohnung und sagte ihm schließlich, dass "sie kein Geld und keinen Schmuck habe" und dass "alles noch so aussehen würde wie zu dem Zeitpunkt, als sie ihre Wohnung verlassen habe". Daraufhin verließ der "Kripobeamte" die Wohnung in unbekannte Richtung. Von ihm fehlt jede Spur.
Der Gesuchte ist etwa 20 bis 23 Jahre alt, von südländischem Aussehen und rund 1,70 Meter groß. Er ist schlank, hat dunkle Haare, dunkle Augen, ist von gepflegter Erscheinung und hat ein freundliches Auftreten. Er war bekleidet mit hellbeiger bis brauner Kleidung im sportlichen Stil und sprach "betont amtlich klingendes" Hochdeutsch ohne Akzent.

Die Polizei fragt: "Wer hat den beschriebenen Betrüger am Dienstagnachmittag in der Danziger Straße gesehen und kann Hinweise zu dessen Identität, Aufenthaltsort oder sonst sachdienliche Hinweise geben ?" Hinweise bitte an die Polizei Göttingen, Telefon 0551/491-1013.

ots

  Schutz vor Trickdieben - Die Polizei rät
 
  • Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung.
  • Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen durch den
  • "Türspion" oder mit einem Blick aus dem Fenster an und machen Sie von Ihrer Türsprechanlage Gebrauch.
  • Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort - legen Sie immer Sperrbügel oder Sicherheitskette an.
  • Ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu, wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen, oder bestellen Sie die Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Fordern Sie von Amtspersonen wie Polizeibeamten, immer den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig (nach Druck, Foto und Stempel). Sorgen Sie dazu für gute Beleuchtung und benutzen Sie, wenn nötig, eine Sehhilfe.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde/Polizeidienststelle an. Suchen Sie dazu die Telefonnummer selbst heraus und ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu. Im Zweifel verständigen Sie über Notruf 110 sofort die Polizei.
  • Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch. Sprechen Sie sie laut an und rufen Sie um Hilfe.
  • Pflegen Sie Kontakt zu älteren Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern. Machen Sie ihnen das Angebot, bei fremden Besuchern an der Wohnungstür zur Sicherheit hinzuzukommen und übergeben Sie für solche Fälle die eigene Telefonnummer.

Die Meldung ist eine Pressemitteilung der Polizei Göttingen. Mehr zum Thema unter www.polizei-beratung.de.

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